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Schlafen im Elternbett: Bis zu welchem Alter

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Schlafen im Elternbett: absolutes Tabu oder sinnvolle Sicherheitsmaßnahme?

13.11.2012, 17:12 Uhr | rev, ots, t-online.de

Das Baby im Elternbett schlafen lassen: ja oder nein?  (Quelle: t-online.de)

Das Baby im Elternbett schlafen lassen: ja oder nein? (Quelle: t-online.de)

Wo das Baby schläft, ist eine Frage, die viele Eltern beschäftigt und verunsichert. Was ist das beste für das Kind? Häufig haben Eltern das intensive Bedürfnis, ihrem Baby immer ganz nah zu sein, um jeden Huster als mögliche größere Gefahr für das Kind auszuschließen, um immer sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Andererseits möchte man sein Kind von Anfang an auch zu Selbstständigkeit erziehen und oft müssen sich Eltern, die ihr Baby im Elternbett schlafen lassen, Sprüche anhören wie "Du wirst dein Kind verziehen!" oder "Das wird bestimmt ein Mama-Kind!" Was also ist der richtige Weg?

Nachts gehen die Prinzipien über Bord

An kuschelige Zweisamkeit ist bei vielen Eltern mit Babys oder Kleinkindern erst einmal nicht zu denken: Für eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Apothekenzeitschrift "Baby und Familie" wurden 311 Mütter mit mindestens einem Kind im Alter unter vier Jahren befragt. Ein Viertel der Mütter gab zu, ihr (jüngstes) Kind schlafe meistens bei ihr, beziehungsweise bei ihr und dem Partner mit im Bett.

Eltern
Für eine ruhige Nacht
Schlaf Kindlein, schlaf

Wie können Eltern ihre Babys beim Schlafen am besten unterstützen? zum Video

58 Prozent der Frauen berichteten zwar, ihr Nachwuchs habe von Anfang an im eigenen Bett geschlafen. Häufig werden dann aber in der Nacht die Prinzipien über Bord geworfen: Fast jede zweite Mutter (47 Prozent) nimmt laut Umfrage das (jüngste) Kind mit zu sich ins Bett, wenn es nachts aufwacht.

Schlafen im Elternbett ist nicht ohne Risiko

Doch das Schlafen im Elternbett birgt einige Risiken. Unter einer schweren Decke und zwischen zwei warmen Körpern kann das Baby schnell überhitzt werden. Überhitzung gilt als eine Ursache für plötzlichen Kindstod. Es ist zudem auch schon Eltern passiert, dass sie sich, ohne es zu merken, auf ihr Baby rollten und es versehentlich verletzten.

Dazu kommt die übermäßig gestörte Nachtruhe. Liegt das Kind im Elternbett, nehmen manche Mütter und Väter jeden kleinen Schniefer wahr und kommen selbst kaum zur Ruhe.

Das selbe Zimmer, eigenes Bettchen

Experten raten, Babys am besten mit ins Elternschlafzimmer zu nehmen, dort aber in einem eigenen Bettchen schlafen zu lassen. So ist man ganz nah bei seinem Kind und kann es immer problemlos versorgen. Zum anderen fallen damit die Gefahren der Überhitzung und Luftnot weg.

Außerdem ist der Aufwand für die Eltern geringer, als wenn das Baby von Anfang an in einem eigenen Kinderzimmer schlafen würde. Beispielsweise müsste die stillende Mutter nicht mehrmals in der Nacht aufstehen und in ein anderes Zimmer gehen, um das Baby zu füttern.

Umzug ins eigene Reich

Mit etwa einem Jahr empfehlen Experten den Umzug des Kindes in ein eigenes Zimmer. Es kann ein paar Tage dauern, bis sich das Kind an die neue Umgebung gewöhnt. Dabei fließen nicht selten Tränen. Eltern sollten sich davon nicht verunsichern lassen. "Kinder merken schnell, dass sie die Eltern in der Hand haben", sagt Dr. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik des Krankenhauses Porz am Rhein, im Apothekenmagazin "Baby und Familie". "Sie entwickeln dann ein ausgeprägtes Dominanzverhalten und zögern das Schlafen hinaus." Sein Rat: Eltern sollten tagsüber Trennungen in den Alltag mit dem Kleinen einbauen. Sie sollten sich immer wieder für kurze Zeit verabschieden und das Zimmer verlassen. So lernt der Nachwuchs, dass auch Phasen ohne Mama und Papa ganz normal sind und vor allem, dass die Eltern trotzdem immer wieder zuverlässig zurückkommen.

Gehören Kinder von Anfang an in ihr eigenes Bettchen? Diskutieren Sie mit uns in unserer "Eltern-Welt" auf Facebook!


Quelle: rev, ots, t-online.de

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