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UV-Strahlung: Kinderaugen besonders vor Sonne schützen

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UV-Strahlung  

Nach draußen nur mit Sonnenbrille

09.07.2012, 10:16 Uhr | ots; ruf; rw, t-online.de, dpa

UV-Strahlung: Kinderaugen besonders vor Sonne schützen. Mutter mit Kind am Strand.

Nicht nur die Haut ist bei Kindern empfindlicher. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Dass Kinderhaut besonders stark auf die UV-Strahlung der Sonne reagiert und deshalb auch besonderen Schutz braucht, wissen fast alle Eltern. Sie reagieren darauf und kaufen spezielle Sonnencreme mit besonders hohem Lichtschutzfaktor. Dass aber auch die Augen ihrer Kinder besonders geschützt werden müssten, ist den meisten unbekannt. Viele lassen die Kleinen mit billigen Sonnenbrillen von der Stange ins Freie oder gar ganz ohne Sonnenschutz für die Augen. Für die Kinder kann das fatale und sehr schmerzhafte Folgen haben - jetzt und später.

Größere Pupillen und klarere Linsen

In der Sonne zu spielen, ist für Kinder der schönste Sommerspaß. Doch das grelle Licht birgt Gefahren, die viele Eltern nicht kennen. Sonnenschutz häufig nur mit der Haut in Verbindung gebracht - ein schwerwiegender Fehler. "Kinderaugen haben größere Pupillen und klarere Linsen, so dass etwa 70 Prozent mehr UV-Licht auf die Netzhaut gelangt, als bei Erwachsenen", weist Kinderarzt Ulrich Fegeler auf die besondere Schutzbedürftigkeit empfindlicher Kinderaugen hin. Rund die Hälfte der Sonnenstrahlung, die im Laufe unseres Lebens auf uns einwirkt, bekämen wir daher während der Kindheit ab, so der Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte weiter. Kinder mit hellen Augen seien dem größten Risiko ausgesetzt. Blauäugige sollten draußen daher immer eine Sonnenbrillen tragen.

Billige Sonnenbrillen gefährden die Augen!

Allerdings sind billige Sonnenbrillen ohne UV-Filter sogar schlechter für die Augen als ein genereller Verzicht auf einen besonderen Sonnenschutz. Die Pupillen weiten sich, so dass mehr schädliche UV-Strahlung ins Auge gelangt. In der Vergangenheit haben umfangreiche Sonnenbrillen-Tests ergeben, dass rund 60 Prozent der Kinderbrillen keinen ausreichenden UV-Schutz bieten. Gerade die müssen aber einen besonders hohen UV-Filter, wie zum Beispiel UV-400, haben. Gute Brillen erkennt man am "CE"-Zeichen. Mit diesem Qualitätssiegel gehen Eltern sicher, dass der UV-Schutz der EU-Norm entspricht. Aufkleber, die 100-prozentigen UV-Schutz versprechen, reichen nicht aus.

Bei der Wahl der richtigen Brille sollte Qualität Vorrang vor modischen Trends haben. Mögen zierliche Brillen mit kleinen, schmalen Gläsern auch noch so schick sein: Sie bieten keinen ausreichenden Sonnenschutz, solange an den Seiten oder unter den Brillengläsern hindurch, reflektierte Strahlung ans Auge gelangen kann. Besser sind Sonnenbrillen mit großen Gläsern, die das empfindliche Sehorgan des Kindes rundherum vor den gefährlichen UV-Strahlen abschirmen.

Nachmittags besonders aufpassen

Am problematischsten für die Augen ist der direkte Einfall von Sonnenstrahlen auf die Linse. Vor allem am späten Nachmittag sollten Eltern ihren Nachwuchs deshalb nicht ohne Sonnenbrille aus dem Haus lassen. Durch die dann schon tiefer stehende Sonne, scheinen die noch immer sehr intensiven Strahlen direkt auf das Auge. Und der direkte Blick in die Sonne ist besonders gefährlich. Die Linse des Auges wirkt hier wie eine Lupe. Sie bündelt das Sonnenlicht an einem Punkt auf der Netzhaut, so dass dort eine viel größere Strahlenbelastung auftritt. Ähnlich wie bei Laserstrahlung können unumkehrbare Verbrennungen auf der Netzhaut die Folge sein. Eltern sollten sich vor Augen halten, welch enorme Kraft die Sonne besitzt. Jeden Sommer brechen zahlreiche Waldbrände dadurch aus, dass Sonnenstrahlen, durch herumliegende Glasscherben gebündelt, das trockene Unterholz entzünden.

Langzeitschäden

Neben den möglichen akuten Verletzungen, drohen dem Kinderauge bei mangelhaftem Sonnenschutz auch bleibende Folgeschäden an Linse und Netzhaut. Hervorgerufen werden sie durch den Ultraviolett-B-Anteil im Sonnenlicht und können im weiteren Lebensverlauf zu Sehbeeinträchtigungen führen. Besonders tückisch: Die Schäden sind zunächst schmerzlos und machen sich erst Jahre später bemerkbar, warnen Experten. Mögliche Spätfolgen sind Linsentrübung (Grauer Star), Schäden an der Netzhaut (Makuladegeneration) und Wucherungen im Augenweiß. Eine gute Sonnenbrille hilft, diese Langzeitschäden zu vermeiden.

Im ersten Jahr keine direkte Sonne

Babys im ersten Lebensjahr sollten der prallen Sonne überhaupt nicht ausgesetzt werden, so der in Berlin praktizierende Fegeler. In diesem zarten Alter sei die Netzhaut noch sehr schwach vor eintretender Strahlung geschützt. Rund die Hälfte der UVB- und sogar etwa 90 Prozent der UVA-Strahlung erreiche die Netzhaut der Kleinen. Von Sand, Wasser oder vorbeifahrenden Autos reflektierte Sonnenstrahlen können ein so genanntes Verblitztsein hervorrufen. Es äußert sich in einer sehr schmerzhaften Entzündung des Auges und extremer Lichtempfindlichkeit. Ein ausreichend großer Sonnenhut oder ein Sonnenschutz am Kinderwagen können Babys empfindliche Augen vor Schaden bewahren.

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