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Von wegen alles nur Grau: Farbenfehlsichtige sehen anders

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Von wegen alles nur Grau: Farbenfehlsichtige sehen anders

06.11.2008, 10:58 Uhr | sca, dpa

Linsen sollen Schwäche ausgleichen

Heilbar oder korrigierbar ist Farbenfehlsichtigkeit nicht. Doch wer nach einer "Krücke" sucht, wird im Internet schnell fündig. Spezielle Linsen sollen die Rotgrünschwäche durch Farbfilter ausgleichen. Tatsächlich verändern sie das Farbensehen, erklärt Krastel. Der Farbenfehlsichtige könne mit einer solchen Linse vielleicht die Farbtafel-Untersuchungstests bestehen, mache aber andere Fehler, die in den Untersuchungstafeln nicht abgefragt werden. "Das Problem wird also nur verlagert."

Benachteiligung in der Schule vermeiden

Die Experten raten deshalb dazu, sich mit der Farbenfehlsichtigkeit zu arrangieren. Auch ohne besondere Auffälligkeiten sollte ein Kind spätestens bei Schuleintritt getestet werden, um Benachteiligungen zu vermeiden. "In der Schule wird immer wieder mit farbkodierten Materialien wie Landkarten gearbeitet", sagt Krastel. Sogar farbkodierte Examensaufgaben habe es schon gegeben. Die Kosten für die Tests zum Bestimmen der Farbenfehlsichtkeit werden laut dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen in Berlin übernommen. Ist eine Farbenfehlsichtigkeit diagnostiziert, heißt es, Erzieher und Lehrer zu informieren. Auch die Kinder selbst sollten um ihre Probleme wissen. Und im Alltag helfen kleine Tricks wie markierte Farbstifte.

Warum vor allem Männer farbenblind sind

Dass vor allem Männer von Farbenfehlsichtigkeit betroffen sind, liegt an den Geschlechtschromosomen. Zwei der drei Gene, die für das Erkennen der Rot- und Grüntöne zuständig sind, liegen auf dem X-Chromosom. Eine Frau kann ein fehlerhaftes X-Chromosom mit ihrem funktionstüchtigen anderen ausgleichen. Ein Mann dagegen hat nur ein X-Chromosom. Deshalb tritt der Gen-Fehler bei Männern häufiger in Erscheinung. Warum dieser Gen-Fehler nicht im Laufe der Evolution verschwunden ist, beschäftigt auch die Wissenschaft. Es wird vermutet, den Farbenfehlsichtigen habe die bessere Wahrnehmung von Tarnfarben bei der Jagd geholfen

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