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Arzneimittel: Erkältungssalben für Kinder riskant

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Erkältung  

Erkältungssalben für Kinder riskant

13.01.2009, 10:39 Uhr | mmh, dapd

Arzneimittel: Erkältungssalben für Kinder riskant. Thermometer mit Wärmeflasche.

Ruhe bringt oft mehr als Medikamente? (Bild: imago)

Kleinkinder sollten keinesfalls mit speziellen Erkältungssalben eingerieben werde. Denn diese könnten die Schleimbildung und Entzündungen der Atemwege noch verstärken, warnt der Kinderarzt Bruce Rubin von der amerikanischen Wake Forest Universität.

Mittel verstärkt Schleimbildung in Luftwegen

Kleinkinder sollten keinesfalls mit speziellen Erkältungssalben eingerieben werden. Denn diese könnten die Schleimbildung und Entzündungen der Atemwege noch verstärken, warnt der Kinderarzt Bruce Rubin von der amerikanischen Wake Forest Universität. Als Folge werde der Luftfluss durch die noch sehr engen Luftwege kleiner Kinder gefährdet. Eigentlich sollen solche Salben generell nicht bei Kindern unter zwei Jahren verwendet werden. Dass viele Eltern diese Warnung der Hersteller entweder nicht kennen oder aber nicht befolgen, zeigte Rubin ein Notfall in der Kinderklinik der Uni.

Nicht für Kinder unter zwei Jahren

Ein 18 Monate altes Mädchen entwickelte schwere Atemnot, nachdem die Mutter ihm "Wick Vaporub" unter der Nase aufgetragen hatte. Daraufhin testete der Mediziner die Wirkung des Präparats im Labor und an Frettchen, deren Luftwege denen des Menschen ähneln. Wie die Forscher im Fachblatt "Chest" berichten, verstärkte das Mittel die Schleimbildung und schmälerte gleichzeitig die Fähigkeit des Körpers, die Luftwege davon zu befreien. "Ich würde das Mittel nicht bei Kindern unter zwei Jahren gebrauchen", sagt Rubin. "Und ich rate davon ab, es unter oder in die Nase zu reiben, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen." Die ätherischen Öle verursachten ein Kühlegefühl, das dem Gehirn vorgaukele, freier atmen zu können. Dadurch fühle man sich vielleicht besser, aber man könne nicht besser atmen, betont Rubin. Der Arzt vermutet, dass dies auch für ähnliche Produkte anderer Hersteller gilt. Leide ein Kleinkind an Atemnot, sollten Eltern unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen. In weniger drängenden Fällen empfiehlt der Mediziner stattdessen eine Salzlösung, warme Getränke oder eine Hühnerbrühe. Zudem solle man dem Kind Zeit lassen, wieder gesund zu werden. Von dem "Wick Vaporub"-Hersteller Procter & Gamble war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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