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Schlafen: Will mein Kind nicht schlafen oder kann es nicht? III

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Schlafen  

Will mein Kind nicht schlafen oder kann es nicht?

20.01.2009, 15:08 Uhr | das geflügelte wort

Schlafschwierigkeiten sind oft entwicklungsbedingt

Wenn ein Kind nachts häufiger wach wird und weint, dann kann das auch entwicklungsbedingt sein. Bei kleineren Kindern sind es oft die Zähne, die ihnen zu schaffen machen. Aber auch gerade erlebte Entwicklungsschritte müssen verarbeitet werden und führen oft auch nachts zu einer verstärkten Rückversicherung der Eltern. Solche Schlafstörungen sind vorübergehend und völlig normal. Die Sozialpädagogin und Erzieherin Petra Weidemann-Böker, die sich in ihrer Arbeit unter anderem auf Schlafschwierigkeiten bei Kindern spezialisiert hat, weist allerdings darauf hin, dass sich gerade in solchen Phasen Schlafprobleme manifestieren könnten. „Ein Problem wird aber erst daraus, wenn solche Ausnahmephasen zur Regel werden. Fatalerweise ist das meistens ein schleichender Prozess. Eltern bemerken oft erst dann, was sich angebahnt hat, wenn sie schon mittendrin stecken in den Kräfte zehrenden Schlafproblemen.“

Müdigkeit nutzen

Wenn das Kind Schwierigkeiten beim Einschlafen hat, dann hilft es, es genau zu beobachten. Und so zu lernen, seine Anzeichen für Müdigkeit auch zu erkennen. So kann man das Schlaffenster nutzen. Legt man das Kind zu diesem Zeitpunkt wach in sein Bett, wird es in der Regel schnell von selbst einschlafen. Manche Babys und Kleinkinder weinen im Augenblick der Müdigkeit kurz vor dem Einschlafen. Das Kind dann herauszunehmen und herumzutragen, bis es tatsächlich schläft, wird aber langfristig dazu führen, dass es dieses Einschlafritual auch an den folgenden Schlafenszeiten einfordert. Auch hier heißt es also abzuwägen, was man selbst will und ob dem Kind etwas fehlen könnte. Wenn man diese Frage für sich mit einem klaren Nein beantworten kann, kann es sinnvoll sein, einmal ein paar Minuten abzuwarten, ob das Kind nicht von selbst einschläft.

Zeichen richtig deuten

„Viele Eltern wissen zu wenig über die Zusammenhänge und Hintergründe. Sie reagieren sofort auf jede Regung des Kindes. Und immer wieder mit etwas Neuem“, so Petra Weidemann-Böker. „Irgendwann sehen viele Eltern ganz einfach vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr - und übersehen deswegen glatt, was ihr Kind in Wirklichkeit braucht. Aber es ist gar nicht so einfach, dessen Signale zu erkennen - und auch noch richtig zu deuten.“ Sie rät dazu, sich grundsätzlich mehr mit dem Thema Schlaf auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was dem Kind - und damit auch den Eltern - den Schlaf wirklich raubt.

Sich professionelle Hilfe holen

Der erste Ansprechpartner bei Schlafschwierigkeiten ist der Kinderarzt. Er wird zunächst einmal organische Ursachen ausschließen und bei eventuellen seelischen Problemen einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten zurate ziehen. Besonders hilfreich sind aber auch Schlafberatungen, die es in vielen Familienzentren und Kliniken Deutschlands gibt. Hier werden die Probleme, die sich durch die Schlafschwierigkeiten des Kindes innerhalb der Familie ergeben haben, ernst genommen und es wird Hilfe angeboten.

Und am Ende: Das Kind schläft

Susanne und Paul haben hier vor allem eines gelernt: Sie sind nicht schuld daran, dass Till kein guter Schläfer ist. Aber sie haben auch gelernt, ihm zu helfen. Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Zeiten, Ruhe, vor allem vor den Schlafenszeiten, ein fester Schlafplatz und ein immer gleiches, nicht zu ausuferndes Einschlafritual helfen Till nun, besser zur Ruhe zu kommen.

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