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Kindermedizin: Nasenbluten lässt sich mit Fingerdruck stoppen

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Kindermedizin  

Nasenbluten lässt sich mit Fingerdruck stoppen

21.01.2009, 12:13 Uhr | sca

Kindermedizin: Nasenbluten lässt sich mit Fingerdruck stoppen. Meistens ist Nasenbluten bei Kindern harmlos.

Meistens ist Nasenbluten bei Kindern harmlos. (Bild: t-online)

Nasenbluten bei Kindern lässt sich meist durch Fingerdruck stoppen. Dazu drücken Eltern mit Daumen und Zeigefinger leicht auf die vorderen weichen Nasenteile, bis die Blutung aufhört. "Das Kind sollte aufrecht sitzen und sich eventuell etwas nach vorne neigen, damit kein Blut durch die Speiseröhre in den Magen gelangt und einen Brechreiz auslöst", rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Eis in einem Waschlappen oder ein Kühlgel auf dem Nasenrücken hilft, die Gefäße der Schleimhaut zu verengen.

Kleine Venen platzen leichter

Nasenbluten kommt bei Kindern im Winter häufiger mal vor. Denn die Schleimhaut unterliegt durch die kalte Luft im Freien und die Trockenheit in den beheizten Räumen einem enormen Anpassungsdruck. Die Folge: Kleine Venen können leichter platzen. In der Regel ist Nasenbluten bei Kindern harmlos.

Andere Ursachen ausschließen

Lassen die Blutungen aber nicht nach 20 bis 30 Minuten nach oder treten gleichzeitig Verformungen der Nase oder Schwellungen am Nasenrücken auf, sollten Eltern ärztliche Hilfe rufen, empfiehlt Fegeler. Auch wenn die Nase häufiger blutet, sollten Eltern mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendarzt gehen, um andere Ursachen auszuschließen oder bei einer Schwäche der kleinen Nasenblutgefäße diese veröden zu lassen.

Nasenbohren ist die häufigste Ursache

Die häufigste Ursache für Nasenbluten ist das Nasenbohren. Vor allem Kinder zwischen zwei und zehn Jahren sind betroffen. Auch Verletzungen durch äußere oder innere Einwirkungen oder entzündliche Reaktionen der Nasenschleimhaut aufgrund von Allergien oder Infekten können es auslösen. Bestimmte Medikamente oder familiäre Veranlagung begünstigen Nasenbluten. Vorbeugen lässt sich mit Meerwassersprays oder -tropfen, außerdem kann eine ausreichend feuchte Luft im Kinderzimmer helfen.

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