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Drogen: Spice hat ausgedröhnt

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Spice hat ausgedröhnt

21.01.2009, 15:32 Uhr | sca

Die "Spice"- Tütchen müssen nach dem Verbot aus den Regalen verschwinden. (Bild:  dpa)Die "Spice"- Tütchen müssen nach dem Verbot aus den Regalen verschwinden. (Bild: dpa)"Wir werden keine Produkte mehr anbieten, die JWH-018 oder andere synthetische Cannabinoide beinhalten." So oder ähnlich wurden Anhänger der Modedroge "Spice" beschieden, die sich per Online-Shop noch schnell einen Vorrat anlegen wollten. Ab Donnerstag den 22. Januar 2009 sind Herstellung, Handel und Besitz von "Spice" offiziell verboten. In der Szene wird schon ein Nachfolger gehandelt: "Space" soll allerdings längst nicht so wirken wie "Spice". #

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Eine Goldgrube für viele Händler

"Also so Hamsterkäufe hatten wir nicht", berichtet ein "Spice"-Händler aus dem süddeutschen Raum. Seinen Namen will er nicht veröffentlicht sehen - weniger aus Angst vor Strafe, denn der Verkauf von "Spice" war bisher legal, sondern mehr aus einem Funken von Kaufmannsehre heraus. "Ich schäme mich wirklich, dass ich auf diesen Zug aufgesprungen bin", sagt der Mann. Vielleicht steckt aber auch ein bisschen Neid in dieser Aussage, denn "Spice" war für viele Händler eine Goldgrube. "Ich habe noch nie so schnell so viel Geld gemacht", sagt ein Berliner Händler. Sein Kollege aus Süddeutschland drückt es drastischer aus: "Es gab einige Händler, die haben sich dadurch ein kleines Vermögen aufgebaut. Ich kam zu spät und habe gerade meine Kosten wieder drin."

Vor einem Jahr begann Einsatz als Rauschmittel

Reich wurde offenbar, wer vor gut einem Jahr "Spice" ins Angebot aufnahm. Zwar gibt es das "Gewürz", so die deutsche Übersetzung von "Spice", schon länger. Dass es geraucht als Rauschmittel taugt, sprach sich in der Szene aber erst vor zehn, zwölf Monaten herum. Danach gingen die silbernen oder goldenen Tütchen mit Namen wie "Spice Gold" oder "Spice Diamond" weg wie warme Semmeln. Bei Preisen zwischen 25 und 30 Euro für drei Gramm blieben etwa sechs bis acht Euro beim "Spice"-Dealer des Vertrauens hängen, berichtet ein Szenekundiger.

Nachfolger von Spice

Zwar gab es offenbar einen großen Kundenkreis mit hohen Umsätzen, ein Flächenbrand wurde Spice aber wohl nicht. "Am Anfang gab es einen Boom, der hat sich dann aber schnell gelegt", tritt der Händler aus Süddeutschland dem Eindruck entgegen, ganz Kiffer-Deutschland habe plötzlich dem illegalen Haschisch-Konsum abgeschworen und sich aufs Spice-Rauchen verlegt. Dass Spice mehr Schall als Rauch blieb, lag auch an dem Misstrauen vieler Rausch-Süchtiger. Getreu dem Motto "Was ich nicht kenne, das rauche ich auch nicht", blieben sie in Unkenntnis der tatsächlichen Inhaltsstoffe lieber bei vermeintlich natürlichen Drogen wie Haschisch oder Kokain. Ein anderer Kritikpunkt aus Kiffer-Sicht: Spice dröhnt zwar schneller, wirkt aber nicht so anhaltend wie andere Drogen. "Die Wirkung von meinem Joint ist linearer", heißt es dazu nüchtern in einem Internet-Forum. Kaum ist Spice offiziell verboten, muss sich die Bundes-Drogenbeauftragte Sabine Bätzing schon der nächsten "Räuchermischung" zuwenden. "Als Nachfolger wird Space gehandelt", sagt ein Händler.

Space hat "null Wirkung"

Ob sich Space allerdings zu genau einem solchen Problem auswächst wie Spice, ist zumindest fraglich. Die Wirkung beider Mischungen sei längst nicht miteinander vergleichbar, heißt es in der Szene. Unterstützt wird diese Meinung in einem Internet-Forum: "Habe Space ausführlich getestet, mit dem Ergebnis, dass es keine Wirkung hat. Ich wiederhole: Null Wirkung".


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