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Arzneimittel: Eltern fordern getestete Kindermedizin

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Medikamente  

Eltern fordern getestete Kinderarzneien

30.01.2009, 12:19 Uhr | rev, dpa

Arzneimittel: Eltern fordern getestete Kindermedizin . Eltern wünschen sich mehr speziell für Kinder getestete und entwickelte Arzneien. An den Tests sollen ihre Kinder jedoch besser nicht teilnehmen.

Eltern wünschen sich mehr speziell für Kinder getestete und entwickelte Arzneien. An den Tests sollen ihre Kinder jedoch besser nicht teilnehmen. (Bild: Imago)

Fast alle Eltern wollen speziell für Kinder entwickelte und getestete Medikamente, kaum ein Elternteil würde jedoch das eigene Kind an solchen Tests teilnehmen lassen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Baby und Familie" ergeben.

Eltern haben Angst vor Medikamententests

93,1 Prozent der befragten Eltern minderjähriger Kinder sind demnach der Ansicht, dass es für alle Krankheiten auch Medikamente geben sollte, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Nur 10,8 Prozent wären jedoch laut der Umfrage bereit, ihre eigenen Kinder an Arzneimitteltests teilnehmen zu lassen, damit es zukünftig mehr Medikamente speziell für Kinder gibt. 88,8 Prozent der 476 von der GfK Marktforschung Nürnberg befragten Eltern befürchten, dass Medikamententests an Kindern zu gefährlich sein könnten.

Besondere Betreuung bei Kindertests

Der Direktor der Universitätskinderklinik Mainz und Sprecher des von der Bundesregierung finanzierten Netzwerks Paed-Net zur Koordinierung von Arzneimittelstudien für Kinder, Professor Fred Zepp, betonte jedoch laut dem Magazin, kleine Studienteilnehmer würden medizinisch besonders sorgfältig beobachtet und betreut.

Viele Medikamente für Kinder nicht zugelassen

Eine EU-Verordnung schreibt seit Januar 2007 vor, dass jedes Medikament, das neu auf den Markt kommt und für Kinder und Jugendliche von Nutzen sein könnte, an diesen auch getestet wird. Hintergrund ist, dass viele Arzneimittel nicht extra für Kinder zugelassen sind, weil entsprechende Studien großen Aufwand erfordern.

Statistik

In einer kürzlich im "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlichten Untersuchung waren von fast 1,5 Millionen verordneten Arzneimittelpackungen an Kinder und Jugendliche zwischen Null und 16 Jahren 87,4 Prozent auch für den verwendeten Zweck zugelassen. 3,2 Prozent wurden ohne Zulassung im sogenannten Off-Label-Use verwendet. Für 9,4 Prozent war der Zulassungsstatus nicht feststellbar.

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