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Übergewicht: Dicke Kinder leiden an Körper und Seele

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Übergewicht  

Dicke Kinder leiden schwer

03.02.2009, 09:45 Uhr | das geflügelte wort

Gesundheitliche Folgen von Übergewicht

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und einer Überbelastung der Gelenke sind vor allem auch die seelischen Folgen eines kindlichen Übergewichts nicht außer Acht zu lassen. Spott durch andere Kinder bleibt meist nicht aus und die entsprechenden Blicke der Erwachsenen führen zusätzlich zu einem massiven Angriff auf das Selbstwertgefühl. Dies hat nicht selten bereits in jungen Jahren Essstörungen und Depressionen zur Folge. Ein Kreislauf, aus dem das Kind von alleine nicht mehr herausfinden kann. Es braucht Unterstützung von außen. In erster Linie durch die eigene Familie.

Mehr Bewegung ist das  A und O

Auch bei der Bewegung nimmt die Vorbildfunktion der Eltern eine große Rolle ein. Wer selbst den kürzesten Weg mit dem Auto zurücklegt und sich regelmäßig vor der Sportstunde drückt, wird auch bei seinen Kindern nicht viel Einsicht erreichen. Beginnen Sie ebenfalls langsam. Lassen Sie das Auto möglichst oft stehen, benutzen Sie das Fahrrad, um Einkäufe zu machen und nehmen Sie die Treppen statt des Fahrstuhls. Bewegung kann und soll Spaß machen. Ein gemeinsamer Schwimmbadbesuch am Wochenende, eine Fahrradtour mit der ganzen Familie oder auch ein Ballspiel werden schnell dem Fernseher vorgezogen.

Meist genügt ein Gewichtsstillstand

Die Tatsache, dass Kinder sich noch in der Wachstumsphase befinden, sollte bei der Behandlung von Übergewicht nie außer Acht gelassen werden. Oft ist es dadurch nämlich gar nicht sinnvoll und auch fast unmöglich, das Gewicht durch gezieltes Abnehmen zu reduzieren. Ein auf ein paar Monate hin stabiles Gewicht kann bereits ein riesiger Erfolg sein. Experten gehen davon aus, dass ein Stillstand über ein Jahr bei einem noch wachsenden Kind ungefähr einer Gewichtsreduktion von rund zehn Kilogramm bei einem ausgewachsenen Menschen entspricht.

Das Ziel nicht zu hoch setzen

Bis die Hosen rutschen, vergeht eine Zeit. Und die dauert für die kindliche Motivation deutlich zu lang. Etappenziele sind hier sinnvoller. Da man um die regelmäßige Kontrolle des Gewichts sowieso nicht herumkommt, kann es sinnvoll sein, diese einmal wöchentlich beim Kinderarzt durchführen zu lassen. Diese "Kontrolle von außen" kann motivationssteigernd wirken. Aber auch beim Wiegen zuhause sollte man nicht öfter als einmal wöchentlich das Gewicht kontrollieren. Das genügt, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Übergewicht erkennen und einschätzen

Um bei Ihrem Kind ein eventuelles Übergewicht sicher festzustellen, werden zur Beurteilung des Gewichts so genannte BMI-Perzentilkurven verwendet. Diese schließen das Wachstum des Kindes mit ein. Um den Body Mass Index zu berechnen,  multipliziert man die Körpergröße mit sich selbst und teilt dann das Gewicht durch das entsprechende Ergebnis. (Beispiel: Das Kind ist 1,31 m groß und wiegt 42 kg. Körpergröße x Körpergröße: 1,31 m x 1,31 m = 1,72; 42 kg: 1,72 = 24,4 (BMI)) Das Ergebnis wird unter Einbeziehung des Geschlechts und natürlich des Alters mit dem Wert in der Wachstumstabelle, die man unter anderem beim Kinderarzt bekommt, verglichen. Für das achtjährige Beispielkind ergibt das bereits ein deutliches Übergewicht, das behandelt werden sollte. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet einen Online-Rechner an, bei dem man lediglich Alter, Gewicht und Größe eingibt und das Ergebnis inklusive Handlungsempfehlungen errechnet bekommt.

Wann eine Therapie sinnvoll ist

Wenn Sie bei Ihrem Kind Übergewicht festgestellt haben, dann sollten Sie sich zunächst einmal mit dem Kinderarzt in Verbindung setzen. Dieser prüft dann, ob das hohe Gewicht entweder durch eine Erkrankung hervorgerufen ist bzw. ob es selbst bereits zu anderen Erkrankungen geführt hat. Ein Kind kann übrigens auch einen relativ hohen BMI-Wert haben, obwohl es nicht dick ist. Das ist vor allem bei den Kindern der Fall, die sehr viel Sport treiben. Muskeln sind schwerer als Fett, die Muskelmasse führt dann zu einem höheren Body Mass Index. Doch in der Regel ist der BMI-Wert aussagekräftig. Bei angezeigtem Übergewicht ist es in leichteren Fällen durchaus möglich, ohne Unterstützung von außen zum Ziel zu kommen. Die Hilfe der Familie und speziell der Eltern ist allerdings unabdingbar. Nimmt das Kind aber trotzdem weiterhin zu, so sollte man auch die entsprechenden Therapieangebote in Anspruch nehmen.

Therapieangebote – ein Vergleich lohnt sich

In Deutschland werden zahlreiche Therapieansätze zur Behandlung von Übergewicht bei Kindern angeboten. Das lässt einen bei der Suche nach der richtigen Therapie schnell den Überblick verlieren. Es gibt Einzelmaßnahmen genauso wie solche in der Gruppe, es gibt die Möglichkeit, die Therapie, teilweise unterstützt durch das Internet, zuhause durchzuführen, es gibt aber auch stationäre Möglichkeiten. Welche Maßnahme die richtige für Ihr Kind ist, kann nur individuell entschieden werden. Beratungsstellen und der behandelnde Arzt helfen hier weiter. Die BzgA hat rund 500 Angebote erfasst und bietet außerdem auf ihrer Internetseite die Möglichkeit, Therapieangebote auf ihre Qualität hin zu überprüfen. Das kann zur Orientierung durchaus sinnvoll sein.

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