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Magersucht wird zur Volkskrankheit

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Magersucht  

Magersucht wird zur Volkskrankheit

12.02.2009, 13:04 Uhr | rev, dpa

. Achtung: Wenn der Blick auf die Waage zwischen einem guten und schlechten Tag entscheidet, sollten Eltern aufmerksam werden.

Achtung: Wenn der Blick auf die Waage zwischen einem guten und schlechten Tag entscheidet, sollten Eltern aufmerksam werden. (Bild: Archiv)

Essstörungen wie Magersucht und Bulimie sind bei Jugendlichen weit verbreitet. Doch bei welchen Anzeichen sollten Eltern aufmerksam werden?

Wenn die Waage den Tageablauf bestimmt

Wenn für das Kind der Stand der Waage bestimmt, ob es ein guter oder ein schlechter Tag wird, so ist das ein Hinweis auf eine Magersucht. Wer jeden Morgen mit bangem Blick auf die Waage steigt und ständig an seine Figur denkt, hat möglicherweise eine Essstörung, erläutert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Weitere Symptome sind, dass man sich viel zu dick fühlt, obwohl das Gewicht eigentlich ganz normal ist, dass Lebensmittel in "erlaubte" - wenig Kalorien, kein Fett oder Zucker - und "verbotene" Speisen eingeteilt werden und insgesamt wenig gegessen wird.

"Du hast eine tolle Figur bekommen!"

Es gilt: Wenn die Tochter ständig Diät hält und dabei erfolgreich ist, sollten Eltern das genau beobachten. Denn aus dem Erfolg könne sich eine Magersucht entwickeln, warnte Professor Jörn von Wietersheim. Die meisten Diäten scheiterten. "Diese Mädchen machen aber erfolgreich Diät und werden von ihrem Umfeld bestärkt." Von Freunden und Verwandten hörten sie: "Du hast eine tolle Figur bekommen. Wie schaffst du das nur?", sagte von Wietersheim, der sich an der Universitätsklinik Ulm mit Essstörungen beschäftigt. Und auch die Figuren extrem schlanker Prominenter wirken bestätigend auf viele junge Mädchen.

Zu einer gesunden Ernährung gehören auch Fette

Oft fingen Mädchen und Frauen Diäten gemeinsam mit Freundinnen an. Dabei entstünden teilweise Wettbewerbe, wer am besten durchhält. "Problematisch wird es, wenn das Gewicht konstant runtergeht", sagte von Wietersheim. Die Mädchen fingen an, beim Essen Fette wegzulassen - Fleisch und Butter beispielsweise. Stattdessen stünden vor allem Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. "Die sagen dann: 'Ich esse doch gesund', blenden aber aus, dass zu einer gesunden Ernährung auch Fette gehören."

Nicht zu lange zuschauen

Bei den gemeinsamen Mahlzeiten bekommen Eltern diese Veränderungen meist mit. "Sie sollten das thematisieren", empfahl von Wietersheim. Zu ihm kämen oft Jugendliche, deren Eltern genau das nicht taten und stattdessen lange zuschauten. Bei einem Gespräch sollte aber nicht nur das Essverhalten angesprochen werden. Gut sei, wenn die Eltern auch nachfragen, ob das Kind Probleme hat oder es ihm nicht gut geht. Schließlich sollten auch die eigenen Sorgen geschildert werden. "Ich glaube, für Jugendliche ist die Rückmeldung wichtig: 'Du bist zu dünn, das ist nicht gesund'", erklärte der Experte.

Offen mit dem Kind sprechen

Ständiges Nörgeln nach dem Motto "Iss doch endlich mal Butter, du hast ja schon wieder nichts gegessen" bringt laut von Wietersheim dagegen wenig. Haben die Eltern den Eindruck, dass ihr Kind sein Essverhalten nicht mehr ändern kann, sollten sie genau das sagen: "Ich glaube, du schaffst es nicht alleine. Wir holen Hilfe." Ein Ansprechpartner ist der Hausarzt, der organische Ursachen für den Gewichtsverlust ausschließen kann. Hilfe geben auch Jugendberatungsstellen. Der nächste Schritt sei dann ein Psychologe oder Psychotherapeut.

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