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Schlafforschung: So viel Schlaf brauchen Kinder

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Tabelle mit Richtwerten  

So viel Schlaf brauchen Kinder je nach Alter

19.05.2016, 10:53 Uhr | sca, dpa, t-online.de

Schlafforschung: So viel Schlaf brauchen Kinder. Schlaf: Wie viel Schlaf brauchen Kinder? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie viel Schlaf brauchen Kinder? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schlaf ist wichtig, soviel ist klar. Ein Erwachsener braucht durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Eltern möchten, dass ihre Kinder genug Schlaf bekommen - aber wie viel ist wirklich nötig? Und bis zu welchem Alter sollten Kinder einen Mittagsschlaf machen? Unsere Tabelle nennt Richtwerte.

Grundsätzlich ist Schlafen natürlich etwas sehr Individuelles. Was für den einen locker reicht, ist dem anderen noch lange nicht genug. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. Trotzdem aber gibt es Richtwerte, die Eltern eine Orientierung für das Schlafbedürfnis von Kindern geben.

Schlaf verändert sich

Die meisten Neugeborenen verschlafen fast den ganzen Tag und werden oft nur zum essen und wickeln wach. Einen Tag-Nacht-Rhythmus kennen sie in der Regel nicht. Deshalb schlafen sie auch tagsüber viel und werden nachts regelmäßig wach.

Im Laufe der ersten Monate gewöhnen sie sich an den Unterschied von Tag und Nacht und verlagern den Schlaf mehr und mehr auf die Nacht. Bis ungefähr zum ersten Geburtstag schlafen sie dann meistens noch zweimal am Tag, danach stellen sich die meisten Babys auf einen Tagesschlaf, den Mittagsschlaf, um.

Schlafbedürfnis von Kindern nach Alter

AlterSchlafbedürfnis
bis zu 3 Monaten16-18 Stunden
4 - 5 Monate14-15 Stunden
6 - 12 Monate13 Stunden
1 - 4 Jahre12 Stunden
5 - 6 Jahre11,5 Stunden
7 - 9 Jahre11 Stunden
10 - 11 Jahre10,5 Stunden
12 - 13 Jahre10 Stunden
14 - 16 Jahre9 Stunden

Quelle: familienhandbuch.de

Bis wann ist Mittagsschlaf nötig?

Experten raten, den Mittagsschlaf bis zum vierten Lebensjahr fortzusetzen. Aber natürlich ist auch das Mittagsschläfchen etwas Individuelles. Während manche Kinder schon um den zweiten Geburtstag herum nicht mehr dazu zu bewegen sind, mittags zu schlafen, sind andere Kinder noch im Vorschulalter dafür dankbar.

Besonders wenn es um diese Zeit zuhause unruhig ist, weil zum Beispiel ältere Geschwister aus der Schule wiederkommen, fällt es den Kindern manchmal schwer, zur Ruhe zu kommen. Wenn Kinder abends nicht mehr zur Ruhe finden oder später einschlafen als gewohnt, ist es Zeit, den Mittagsschlaf zu reduzieren beziehungsweise ganz einzustellen.

Kinder nicht zur Strafe ins Bett schicken

Kinder profitieren davon, wenn sie schon lange vor der Einschulung selbstständig einschlafen können. Spätestens mit fünf Jahren sollten sie soweit sein. Schüler mit Schlafproblemen können sich schlechter konzentrieren. Außerdem fällt es ihnen schwer, ihre Gefühle zu kontrollieren. Dies sind Verhaltensweisen, die sich negativ auf den Schulerfolg auswirken können.

Wann die Kinder ins Bett müssen, legen die Eltern fest. Allerdings sollten Kinder nicht als Strafe ins Bett geschickt werden.

Schlafrhythmus verschiebt sich bei Teenagern

Bei Teenagern verschiebt sich der Schlafrhythmus deutlich nach hinten. Das heißt, die Jugendlichen sind morgens später leistungsfähig und abends länger wach. Sie morgens um halb sieben oder sieben zu wecken, damit sie pünktlich in der Schule ankommen, wird da zur Geduldsprobe.

Auch sind sie in der ersten Schulstunde noch nicht voll leistungsfähig. Aus diesem Grund fordern immer wieder Schlafforscher, den Schulanfang zeitlich nach hinten zu schieben und erst um 8:30 oder 9 Uhr mit der Schule zu beginnen. Am Nachmittag haben Teenager wieder ein Leistungshoch.

Zu wenig Schlaf macht übergewichtig

Eine Untersuchung aus Neuseeland zeigt, dass Kinder, die wenig schlafen, stärker zu Übergewicht neigen. Professor Ed Mitchell von der Universität Auckland und seine Kollegen hatten dafür die Schlafdauer von 591 Siebenjährigen gemessen. Im Schnitt verbrachten die Kinder pro Nacht 10,1 Stunden im Bett, berichten die Mediziner im Fachjournal "Sleep".

Kinder, die weniger als neun Stunden schliefen, waren demnach eher übergewichtig oder fettleibig. Der Schlafmangel könne das Risiko für Übergewicht sogar auf das Dreifache erhöhen, schreibt die Gruppe um Mitchell. Dieser Effekt habe sich unabhängig von Bewegungsmangel und Fernsehkonsum gezeigt. Kinder mit Schlafmangel zeigten sich während den Untersuchungen für die Studie auch eher verhaltensauffällig. Die Forscher betonen die große Bedeutung ausreichenden Schlafs für die Entwicklung von Kindern.

Kinder mit wenig Bewegung brauchen länger zum Einschlafen

In einer weiteren Studie der Universität Auckland wurde nun nachgewiesen, was viele Eltern bereits ahnten: Kinder brauchen umso länger zum Einschlafen, je weniger sie sich tagsüber bewegen. Für jede Stunde, die ein Kind sich nicht genügend bewegt, benötigt es drei Minuten länger, bis es in den Schlaf fällt. Außerdem schlafen junge Bewegungsmuffel der Studie zufolge kürzer als Kinder, die sich tagsüber ausgetobt haben. Untersucht wurde für die zweite Studie das Schlafverhalten von 519 Kindern im Alter von sieben Jahren.

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