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Rauchen ist Hauptursache für plötzlichen Kindstod

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Plötzlicher Kindstod  

Rauchen ist Hauptursache für Kindstod

06.04.2009, 12:08 Uhr | sca

Der "Plötzliche Kindstod" ist die häufigste Todesursache bei Babys.Der "Plötzliche Kindstod" ist die häufigste Todesursache bei Babys. (Bild: Imago)Wenn Mütter in der Schwangerschaft oder nach der Geburt rauchen, sind ihre Babys noch eher vom plötzlichen Kindstod (SIDS) bedroht als wenn sie in Bauchlage schlafen. Das berichten australische Forscher vom "Ritchie Centre for Baby Health Research" der Monash University in der Fachzeitschrift "Sleep". Wenn auch die genaue Ursache von SIDS noch unbekannt ist, glauben die Forscher, dass Schädigungen des Weckvorgangs als Antwort auf eine lebensbedrohliche Situation eine wesentliche Rolle spielen. Bei Kindern, die Zigarettenrauch ausgesetzt sind, wird dieser Weckmechanismus häufig gestört. Auch andere Faktoren spielen eine Rolle.#

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Gehirne rauchender Mütter reagieren anders

Dazu untersuchten die Forscher 25 gesunde Babys jeweils drei, zehn und 22 Wochen nach der Geburt. Die Mütter von zwölf der Kinder rauchten durchschnittlich 15 Zigaretten pro Tag, die anderen waren Kinder von Nichtraucherinnen. Während des Tagesschlafs richteten die Forscher einen kurzen Luftstrahl auf die Nasenlöcher der Babys und riefen damit eine Weckreaktion hervor. Gleichzeitig beobachteten sie, wie das Gehirn reagierte. "Unsere Forschung zeigt, dass mütterliches Rauchen die Weckreaktionen verschlechtert, was eine mögliche Erklärung für das höhere SIDS-Risiko darstellt", so Studienleiterin Rosemary Horne. "Dass Rauchen ein wesentlicher Risikofaktor für SIDS ist, bestätigt nur eine schon länger existierende Annahme", berichtet Jörg Kutschera, Neonataloge an der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, im pressetext-Interview. In der Praxis könne man beobachten, dass Babys in Wohnungen, in denen geraucht wird, weitaus häufiger vom plötzlichen Kindstod betroffen sind als in Nichtraucher-Wohnungen.

Auch andere Faktoren spielen eine Rolle

"Andere wesentliche Faktoren, die das Risiko steigern, sind die Bauchlage des Kindes, eine Überhitzung im Schlaf, sowie ein schlechter Sozialstatus." Auch Kuscheltiere, Nestchen oder andere Gegenständen erhöhen die Gefahr, weil sie die Atmung des Kindes gefährden können. Statt Bettdecken sollten Babys in Schlafsäcken schlafen, ohne Kopfkissen, zusätzliche Decken oder Ähnliches. Dabei ist darauf zu achten, dass der Schlafsack nicht zu groß ist, damit das Kind nicht Reinrutschen kann. Die Zimmertemperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad betragen, um sowohl eine Überhitzung als auch eine Unterkühlung zu vermeiden.

Gefahr im gesamten ersten Lebensjahr

Der plötzliche Kindstod kann während des gesamten ersten Lebensjahres auftreten, wobei laut Kutschera sowohl im dritten als auch im siebten Monat Häufungen der Fälle zu beobachten sind. In den letzten Jahren konnte die Anzahl der Fälle durch veränderte Schlafpositionen und Aufklärungsarbeit im Hinblick auf Schlafsäcke und Kuscheltiere im Bett gesenkt werden. Während Anfang der 90 er Jahre noch etwa 1,55 von 1000 Kindern verstarben waren es 2003 noch 0,51 von 1000 Babys. Etwa 60 Prozent der Kinder sind Jungen, die meisten Kinder versterben in den frühen Morgenstunden.

Verhaltensänderung schwierig

Die Aufklärungsarbeit zur Prävention des plötzlichen Kindstods konzentriert sich schon länger auf die Vermeidung des Rauchens in der Umgebung von Säuglingen. "In der Steiermark erhalten die Eltern nach jeder Geburt eine entsprechende Information, Risikofamilien mit Rauchern werden speziell angesprochen", so Kutschera. Es sei wesentlich, dass Väter zumindest in der Wohnung auf die Zigarette verzichten. Bei werdenden Müttern, die rauchen, sei eine Verhaltensänderung hingegen schwierig. "Hören sie in der Schwangerschaft nicht mit dem Rauchen auf, tun sie es oft auch danach nicht", so der Grazer Kinderarzt abschließend.

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