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Gesundheitsvorsorge: Kinder in Deutschland zu wenig geimpft

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Impfungen  

Kinder in Deutschland zu wenig geimpft

21.04.2009, 10:21 Uhr | sca

Gesundheitsvorsorge: Kinder in Deutschland zu wenig geimpft. Eine Junge bei der Impfung.

Eine Junge bei der Impfung. (Bild: Imago)

Kinder in Deutschland sind nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) noch immer zu selten gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. Trotz Verbesserungen bei den Quoten nehmen Eltern vor allem die Wiederholungsimpfungen zu selten wahr. Die jüngsten Impfzahlen beziehen sich auf Kinder zwischen vier und sieben Jahren. Die Werte wurden im Jahr 2007 bei rund 776 000 Schuleingangsuntersuchungen registriert, heißt es im jüngsten Bulletin des Instituts.#

Zweite Masern-Impfung fehlt

Nach diesen Zahlen erhalten in Deutschland rund 95 Prozent aller Kinder die erste Masernimpfung - doch nur 88 Prozent auch die zweite.
Mit diesen Werten sei es nicht möglich, die Krankheit in Deutschland auszurotten, heißt es im Bulletin. Dazu sind 95 Prozent bei beiden Impfungen nötig. Ähnlich schwach sieht es bei Impfungen gegen Röteln und Mumps aus. Gegen die drei Krankheiten wird in der Regel eine Kombinationsimpfung gespritzt. Auffällig bleibt, dass Eltern in Ostdeutschland durchweg besser auf den Impfschutz ihrer Kinder achten. Häufig wirkt dort die Tradition der Impfpflicht in der DDR fort.

Gute Quoten bei Tetanus, Diphterie und Kinderlähmung

Recht zufrieden sind Forscher dagegen mit den bundesweit hohen Impfquoten bei Tetanus (98 Prozent), Diphtherie (97,5 Prozent) und Kinderlähmung (96,3 Prozent). Beim Keuchhusten (Pertussis) nahmen die Werte seit 1996 von rund 34 Prozent auf 93 Prozent im Jahr 2007 erfreulich zu. Noch besser fällt das Ergebnis bei Leberentzündung (Hepatitis B) aus - die Quoten stiegen von nur 8 Prozent im Jahr 1996 auf rund 90 Prozent im Jahr 2007.

Impfung erfolgt oft zu spät

Diese Ergebnisse liefern laut RKI jedoch noch keinen Hinweis auf die rechtzeitige Impfung der Kinder. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass sie häufig zu spät geimpft werden. Bei der Einschulung fehlte 15 Prozent der ABC-Schützen ein Impfausweis.

Europäische Impfwoche

Noch bis zum Sonntag läuft die von der Weltgesundheitsorganisation, dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF und anderen Partnern initiierte Europäische Impfwoche. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Bedeutung von Schutzimpfungen zu sensibilisieren.

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