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Darmerkrankungen: Keine Cola bei Durchfall

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Magen-Darm-Erkrankungen  

Keine Cola bei Durchfall

22.04.2009, 13:33 Uhr | iri

Darmerkrankungen: Keine Cola bei Durchfall. Mädchen schläft mit Wärmflasche im Bett.

Checkliste soll bei richtiger Einschätzung der Symptome helfen. (Bild: Imago)

Das Verabreichen von Cola ohne Kohlensäure oder Limonade schadet Kindern, die an Erbrechen und Durchfall leiden, mehr als dass es ihnen hilft. Die positive Wirkung zuckerhaltiger Getränke bei Magen-Darm-Entzündungen sei ein Mythos, betonte das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE).

Spezielle Getränke gegen Dehydrierung

In schlimmen Fällen müssten Kinder unter fünf Jahren vielmehr mit speziellen Getränken gegen eine Dehydrierung behandelt werden. Rasches Handeln sei erforderlich, um einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden, so die Berater des National Health Service NHS. NICE veröffentlichte diese Warnung als Teil von Richtlinien zur Behandlung von Gastroenteritis bei Kindern in England und Wales.

Bestimmte Richtlinien einhalten

Die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren bekommt laut BBC einmal im Jahr Durchfall oder leidet unter Erbrechen. Bis zu einem Fünftel von ihnen braucht in der Folge einen Arzt. Fast 40.000 Kinder werden jährlich mit durch Flüssigkeitsmangel verursachten Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert. NICE geht davon aus, dass manche der schlimmsten Fälle verhindert werden könnten, wenn Eltern und praktische Ärzte sich an die vorgeschlagenen Richtlinien halten würden.

Zuviel Zucker in Cola und Limonaden

Stephen Murphy, ein Gastroenterologe, der federführend an der Gestaltung der Richtlinien mitwirkte, betonte, dass Cola und Limonaden oder Fruchtsäfte den Zustand verschlimmern. "Schwere Fälle von Durchfall und Erbrechen, die zu einer Dehydration führen, müssen sofort mit oralen Rehydrationslösungen behandelt werden." Entscheidend sei die Kombination von Zucker und Salz in diesen Getränken. In Coca Cola und anderen Limonaden sei zu viel Zucker enthalten.

Checkliste: Symptome richtig einschätzen

NICE hat eine Checkliste erarbeitet, die Eltern dabei helfen soll, einzuschätzen, ob ihre Kinder dehydriert sind. Entscheidende Symptome sind eine veränderte Ansprechbarkeit, eingesunkene Augen, eine fahle oder fleckige Haut sowie kalte Gliedmaßen.

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