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Stillen schützt Mutter vor Infarkt und Schlaganfall

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Stillen schützt Mutter vor Infarkt und Schlaganfall

27.04.2009, 17:20 Uhr | iri, dapd

Stärkere Mutter-Kind-Bindung durch Stillen.Stärkere Mutter-Kind-Bindung durch Stillen. (Bild: Imago)Stillen ist nicht nur gut für das Baby, sondern verbessert langfristig auch die Gesundheit der Mutter. Je länger sie ihr Kind an die Brust nimmt, desto stärker sinkt einer Studie zufolge ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Infarkt oder Schlaganfall.

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Herz-Kreislauferkrankungen häufigste Todesursache bei Frauen

"Herzerkrankungen sind bei Frauen die häufigste Todesursache", sagt Eleanor Bimla Schwarz von der Universität Pittsburgh. "Deshalb müssen wir wissen, wie wir uns schützen können." In einer Untersuchung verglich sie die Stillgewohnheiten von fast 140.000 Frauen mit dem Auftreten von Herzkreislauf-Erkrankungen während der folgenden 35 Jahre.


Je länger desto besser

Schon wenn die Mütter ihre Kinder nur einen Monat lang stillten, sank das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte. Taten sie dies über ein Jahr lang, so lag das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall um etwa zehn Prozent niedriger als bei jenen Frauen, die ihr Kind ausschließlich mit Fertignahrung fütterten, wie Schwarz im Fachblatt "Obstetrics & Gynecology" schreibt. "Wir wissen seit Jahren, dass Stillen für die Gesundheit des Kindes wichtig ist", sagt die Forscherin. "Jetzt wissen wir, dass es auch gut für die Gesundheit der Mutter ist. Je länger die Mutter ihr Baby stillt, desto besser für beide." Studien haben außerdem gezeigt, dass Stillen die Brustzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt und deshalb das Brustkrebs-Risiko deutlich senkt.

Enge Mutter-Kind-Bindung

Die Nationale Stillkommission empfiehlt, das Kind die ersten vier bis sechs Monate zu stillen. Zum einen ist die Muttermilch aufgrund ihrer Bestandteile das ideale Nahrungsmittel für Babys. Sie ist gut bekömmlich, vitaminreich, schützt vor Infektionen und Allergien und fördert die Entwicklung von Abwehrkräften beim Kind. Zum anderen bauen Mutter und Kind beim Stillen eine enge und intensive Beziehung auf. Die Nähe zur Mutter beziehungsweise ihre Zuwendung löst beim Kind Wohlbefinden aus.


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