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Schweinegrippe: Eltern sollten nicht in Panik geraten

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Epidemie  

Schweinegrippe - Eltern sollten nicht in Panik geraten

30.04.2009, 11:27 Uhr | iri, dapd

Kinder erstmal weiter zur Schule und in Kindergarten gehen lassen. (Bild: Imago)Kinder erstmal weiter zur Schule und in Kindergarten gehen lassen. (Bild: Imago)Die Schweinegrippe hat Deutschland erreicht, und mit jedem neuen Krankheitsfall, der näher rückt, wächst auch die Angst um die eigene Familie. Seitdem bekannt wurde, dass ein 23 Monate altes Kind in Texas an den Folgen der Grippe gestorben ist und in einer New Yorker Privatschule das Virus an Kindern nachgewiesen wurde, fragen besorgte Eltern, was sie jetzt mit Blick auf ihre Kinder beachten müssen. Experten warnen indessen vor Hysterie und raten zur Gelassenheit. "Ich denke, dass wir akut in Deutschland zurzeit nicht gefährdet sind", sagt der Chefarzt der Erfurter Helios-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Axel Sauerbrey. Bisher seien bei uns nur Einzelfälle von Menschen, die aus Mexiko einreisten, bekannt. "Diese Patienten müssen isoliert werden, damit es nicht zu einer Ausbreitung nach dem Schneeballeffekt in Deutschland kommen kann", betont der Kinderarzt.

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Nicht von der Hysterie mitreißen lassen

Man dürfe sich jetzt auch nicht von der Hysterie, die von der Krisen-Berichterstattung der Medien ausgehe, mitreißen lassen, rät Sauerbrey besorgten Eltern. Am Mittwoch erst seien die Zahlen über die Grippetoten aus Mexiko drastisch nach unten korrigiert worden. "Die Gefahr, dass von diesem Virus-Stamm eine Pandemie ausgehen könnte, ist schon gegeben", räumt der Professor ein. Allerdings entstünden jedes Jahr neue Mutanten von Influenza-Viren. Deswegen gebe es auch die Grippe-Schutzimpfung, wobei der Impfstoff jedes Jahr an die aktuellen Virenstämme angepasst werde. Diese Influenza-Epidemien kosteten in Deutschland laut Statistik jedes Jahr 15.000 bis 20.000 Menschen das Leben. Darüber werde aber seltsamerweise nicht gesprochen.


Kinder des Chefarztes gehen ganz normal zur Schule

"Meine Kinder gehen in die Schule und in den Kindergarten, und ich mache da im Moment keinerlei Panik. Ich schicke sie ganz normal hin und sehe momentan auch keinen Grund, es nicht zu tun", sagt Sauerbrey. Prekär werde es erst, wenn dort eine Erkrankung durch die Mexiko-Grippe auftreten sollte. Dann würde er sein Kind selbstverständlich nicht mehr in die Kita geben. Dann müsse die Einrichtung aber auch vorübergehend geschlossen werden. Das sei auch die einzige Möglichkeit, denn bei dem engen Kontakt, der in Kitas herrsche, könne man eine Ansteckung nicht mehr ausschließen.

Anzeichen wie bei üblicher Virusgrippe

Die Anzeichen einer Erkrankung sind laut Sauerbrey ähnlich wie bei der "normalen" Virusgrippe, die letztendlich von der gleichen Spezies abstamme und nur etwas andere genetische Eigenschaften habe. Bei den betroffenen Kindern sei hohes Fieber von 40 Grad Celsius typisch. Sie klagten über schlechtes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit, Husten, Schnupfen. Die Symptome seien deutlich stärker als bei einer normalen Infektion der Luftwege. Daher müsse man das Kind unbedingt einem Arzt vorstellen. Falls es zu einer Ansteckung gekommen ist, wird das Grippemittel "Tamiflu" verabreicht, das laut der Österreichischen Apothekerkammer für Erwachsene und Kinder ab einem Jahr geeignet ist. "Tamiflu" soll die Vermehrung beziehungsweise Verbreitung der Influenza-Viren hemmen und die Grippe-Symptome lindern.

So beugt man vor

Da das Virus durch die Luft über eine Tröpfcheninfektion übertragen wird, sollte man vorsorglich das Anniesen, Anhusten, aber auch das Händeschütteln vermeiden, was bei Kindern in Kitas allerdings eine Illusion sei. Wichtig zum Schutz seien ansonsten die üblichen Hygienemaßnahmen wie vor allem mehrmaliges gründliches Händewaschen mit Seife. Zudem sollte man sich nicht ins Gesicht fassen, weil die Erreger über die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund eindringen könnten.


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