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Wo schläft Ihr Baby am besten?

11.05.2009, 12:49 Uhr | rev; ots, t-online.de

. Das Elternbett ist selten die ideale Lösung: Wo schlafen Babys am besten?

Das Elternbett ist selten die ideale Lösung: Wo schlafen Babys am besten? (Bild: Imago)

Wo das Baby schläft, ist eine Frage, die viele Eltern beschäftigt und verunsichert. Was ist das beste für das Kind? Häufig haben Eltern das intensive Bedürfnis ihrem Baby immer ganz nah zu sein, um jeden Huster als mögliche größere Gefahr für das Kind auszuschließen, um immer sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Andererseits möchte man sein Kind von Anfang an auch zu Selbstständigkeit erziehen und oft müssen sich Eltern, die ihr Baby im Elternbett schlafen lassen, von anderen Sprüche anhören wie "Du wirst dein Kind verziehen!", "Das wird bestimmt ein Mama-Kind". Was also ist der richtige Weg?

Schlafen im Elternbett

Das Schlafen im Elternbett birgt einige Risiken. Unter einer schweren Decke und zwischen zwei warmen Körpern kann das Baby schnell überhitzt werden. Überhitzung gilt als eine Ursache für plötzlichen Kindstod. Es ist zudem auch schon Eltern passiert, dass sie sich, ohne es zu merken, auf ihr Baby rollten und es versehentlich verletzten. Und, zwar weniger gefährlich, aber nicht zu unterschätzen: die übermäßig gestörte Nachtruhe. Liegt das Kind im Elternbett, nehmen manche Mütter und Väter jeden kleinen Schniefer wahr und kommen selbst kaum zur Ruhe.

Selbes Zimmer, eigenes Bettchen

Experten raten, Babys am besten mit ins Elternschlafzimmer zu nehmen, dort aber in einem eigenen Bettchen schlafen zu lassen. So ist man ganz nah bei seinem Kind und kann es immer problemlos versorgen. Zum anderen fallen damit die Gefahren der Überhitzung und Luftnot weg. Außerdem ist der Aufwand für die Eltern auch geringer, als wenn das Baby von Anfang an in einem eigenen Kinderzimmer schlafen würde. Beispielsweise müsste die stillende Mutter nicht mehrmals in der Nacht aufstehen und in ein anderes Zimmer rennen, um das Baby zu füttern.

Umzug ins eigene Reich

Mit etwa einem Jahr raten Experten zum Umzug des Kindes in ein eigenes Zimmer. Es kann ein paar Tage dauern, bis sich das Kind an die neue Umgebung gewöhnt, und oft fließen auch Tränen. Eltern sollten sich davon nicht allzu sehr verunsichern lassen. "Kinder merken schnell, dass sie die Eltern in der Hand haben", sagt Dr. med. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik des Kölner Krankenhauses Porz am Rhein, im Apothekenmagazin "Baby und Familie". "Sie entwickeln dann ein ausgeprägtes Dominanzverhalten und zögern das Schlafen hinaus." Sein Rat: Eltern sollten tagsüber Trennungen in den Alltag mit dem Kleinen einbauen. Sie sollten sich immer wieder für kurze Zeit verabschieden und das Zimmer verlassen. So lernt der Nachwuchs, dass Trennungen von Mutter und Vater normal sind. Und vor allem: dass die Eltern zuverlässig zurückkommen.

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