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"Bravo"-Studie: Viele Mädchen finden sich zu dick

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"Bravo"-Studie  

Viele Mädchen finden sich zu dick

13.05.2009, 11:51 Uhr | rev, dapd

"Bravo"-Studie: Viele Mädchen finden sich zu dick. Sehr viele Mädchen halten sich für zu dick.

Sehr viele Mädchen halten sich für zu dick. (Bild: Imago)

Junge Mädchen sind immer öfter unzufrieden mit ihrem Körper und ihrem Gewicht. Fast die Hälfte der Elf- bis 17-Jährigen findet sich zu dick, wie die "Dr.-Sommer-Studie" für das Jugendmagazin "Bravo" zeigt. Tatsächlich aber seien 78 Prozent der Jugendlichen nachweislich normalgewichtig, sagte die Pädagogin Marthe Kniep.

Jede Zweite hat schon eine Diät hinter sich

Wenn es um den eigenen Körper geht, sind die Jungen deutlich entspannter als die Mädchen: Für zwei Drittel der Befragten ist alles in Ordnung. Für die Mädchen hat die Wahrnehmung des Gewichts zum Teil gravierende Folgen für das Leben: Mit 17 Jahren hat jede zweite Befragte schon eine Diät gemacht, ein Drittel hat negative Gedanken beim Essen. Ein Viertel der Mädchen würde eine Schönheits-OP als Geschenk annehmen.

Selbstbewusstsein stärken

Den Eltern rät Kniep, das Selbstbewusstsein ihrer Kinder mit Komplimenten zu stärken. Kommentare wie "Du hast aber einen runden Po bekommen" seien dagegen Gift für das Selbstbewusstsein pubertierender Mädchen.

Umgang mit Alkohol bereitet Sorgen

Ebenfalls bereitet den Wissenschaftlern der Umgang der Jugendlichen mit Alkohol große Sorgen. Mit zwölf Jahren waren sieben Prozent schon mal betrunken, unter den 17-Jährigen waren es vier Fünftel. Ein Viertel der Jugendlichen hat bereits einen "Filmriss" erlebt, den völligen Kontrollverlust im Rausch. Bei den Themen Alkohol und Pornos rät Kniep den Eltern zu Gelassenheit: "Sie sollten ihren Kindern die Neugierde zugestehen, gleichzeitig aber kritisch sein und sich als Vorbild verhalten."

Befragung ohne Eltern

Die Ergebnisse der repräsentativen Studie ermittelte ein Meinungsforschungsinstitut im Januar und Februar 2009. Dazu wurden 1228 Jugendliche im Alter zwischen elf und 17 Jahren befragt. Wichtig war, dass sich die Jugendlichen bei den Interviews sicher fühlten und offen antworteten. Deshalb kamen die Forscher zu den jungen Leuten nach Hause. Eltern durften selbstverständlich nicht dabei sein.

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