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Muttermilch  

Stillen schützt Babys Darm

02.07.2009, 12:10 Uhr | iri, t-online.de, dpa

Die Erstmilch schützt den Darm des Neugeborenen vor aggressiven Substanzen. Die Erstmilch schützt den Darm des Neugeborenen vor aggressiven Substanzen. (Bild: Imago)In den ersten Tagen nach der Geburt ist die Muttermilch besonders wichtig für das Neugeborene, denn eine darin enthaltene Substanz schützt den sensitiven Darm des Babys. Da die Darmzellen von Neugeborenen noch keinen Kontakt mit fester Nahrung oder Getränken hatten, sind sie sehr empfindlich. Der spezielle Wirkstoff der Muttermilch schützt die Zellen vor aggressiven Substanzen.
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PSTI schützt den Darm

Britische Forscher fanden in der Erstmilch bis zu siebenmal mehr PSTI als in späteren Milchproben. PSTI ist ein Protein, das in der Regel Bauchspeicheldrüsenzellen vor der Zerstörung durch Verdauungssäfte schützt. In Laboruntersuchungen wurde die Wirkung des PSTI auf menschliche Darmzellen getestet. Das Protein schien zerstörte Zellen zu schützen, indem es andere Zellen zur Vermehrung anregte und an der verletzten Stelle eine Art natürliches Pflaster bildete. Wurde das PSTI hingegen blockiert, kam es bei den Zellen erneut zu Schädigungen, die durch Entzündungen hervorgerufen werden.


Stillen in den ersten Tagen besonders wichtig

Die Studie verdeutlicht, wie wichtig das Stillen in den ersten Tagen nach der Geburt ist, denn die Muttermilch scheint den Darm des Neugeborenen gesund zu halten, bevor er mit zahlreichen Stoffen aus der Nahrung in Kontakt kommt.

Empfehlungen der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, möglichst alle Kinder bis zum sechsten Monat voll zu stillen. Das heißt sowohl ohne die Zugabe weitere Nahrungsmittel oder Getränke. Anschließend sind sie zur Deckung ihres sich weiterentwickelnden Nährstoffbedarfs mit ernährungsphysiologisch angemessener und sicherer Nahrung zusätzlich zur Muttermilch zu ernähren, und zwar bis zum Alter von zwei Jahren oder darüber hinaus.

Wie lange Stillen deutsche Frauen?

Dennoch halten sich längst nicht alle an diesen Rat: Die Studie "Stillen und Säuglingsernährung" (SuSe) deckte in den Jahren 1998 und 1999 auf, dass zwar 90 Prozent der Frauen ihre Kinder direkt nach der Geburt stillen. Bei Verlassen der Klinik, also durchschnittlich fünf Tage nach der Geburt, waren es noch 86 Prozent. Doch nach vier Monaten war nur noch weniger als die Hälfte übrig, weitere zwei Monate später gaben nur noch zehn Prozent ihren Kindern die Brust.

Individuelles Erlebnis - individuelle Entscheidung

Genauso wie jede Schwanger- schaft und jede Geburt ein persönliches Erlebnis ist, so ist auch die Entscheidung über die Stilldauer eine individuelle Entscheidung.


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