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Die erste Zigarette - was tun, wenn das Kind raucht?

07.07.2009, 12:56 Uhr | rev, t-online.de

. Das Kind beginnt mit dem Rauchen - für viele Eltern erst einmal ein Schock. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Kind beginnt mit dem Rauchen - für viele Eltern erst einmal ein Schock. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor Kurzem sorgte ein zweijähriger Chinese für Aufsehen: Er ist der jüngste Raucher der Welt und qualmt eine Schachtel Zigaretten am Tag. Hierbei handelt es sich natürlich um einen kuriosen Extremfall und trotzdem stehen sehr viele Eltern vor dem Problem, dass das eigene Kind plötzlich mit dem Rauchen anfängt - vor allem auch in Deutschland. Jahrelang führte Deutschland die Liste der europäischen Länder mit den meisten jugendlichen Rauchern an, bevor zuletzt eine neue Studie Österreich auf Platz eins sah. Etwa zwanzig Prozent der elf- bis 17-Jährigen rauchen in Deutschland. Das heißt sie konsumieren mindestens einmal wöchentlich Tabak. Wie sollten Eltern reagieren, wenn sie herausfinden, dass ihr Kind raucht? Was können sie tun?

Aufklärendes Gespräch

So war es eigentlich schon immer: Irgendwann will fast jeder Jugendliche einmal das Rauchen ausprobieren. Das gehört zur Jugend und Pubertät dazu. Wichtig ist, dass Kinder in dieser Phase bereits wissen, mit welchen Risiken Tabakkonsum verbunden ist. So lässt sich in manchen Fällen vorbeugen, dass aus dem Testen eine Gewohnheit wird. Daher ist es sinnvoll, wenn Eltern schon frühzeitig ein aufklärendes Gespräch mit dem Kind suchen. Am besten findet ein solches Gespräch sogar schon vor der ersten Zigarette statt - denn für so cool Jugendliche ab etwa 13 Jahren das Rauchen auch halten, zuvor finden sie es meistens nicht gut. Mit einigen Argumenten lässt sich diese negative Einstellung gegenüber dem Rauchen womöglich verstärken. In dem Gespräch sollten Eltern auf Vorwürfe und Strafandrohungen verzichten, sondern vielmehr ruhig und sachlich erklären, welche Folgen das Rauchen haben kann. Statt nur auf Gefahren wie Lungenkrebs und Raucherlunge hinzuweisen, sollten gerade kurzfristige Folgen in den Vordergrund gerückt werden wie zum Beispiel schlechter Atem, stinkende Kleidung, weniger Geld, nachlassende Ausdauer. Jugendliche interessieren sich weniger für das, was einmal in zwanzig Jahren sein kann. Auch das Problem der Abhängigkeit und die Schwierigkeit mit dem Rauchen wieder aufzuhören, sollten Eltern ansprechen.

Eine klare Haltung

Was aber tun, wenn das Kind bereits regelmäßig raucht? Auch wenn Eltern, die versuchen ihren Kindern das Rauchen auszureden, "nerven", ist eine eindeutige Haltung seitens der Eltern angebracht. Jugendliche rauchen um so attraktiver, interessanter, schlichtweg cooler zu erscheinen. Ein Verhalten, das Eltern als Teil des schwierigen Erwachsenwerdens verstehen müssen. Deshalb sollten Eltern durchaus Verständnis für ihre Kinder haben und versuchen mit sachlichen Argumenten und Informationen zu überzeugen anstelle mit sich wiederholenden Vorwürfen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss. Eltern sollten das Rauchen im Kinderzimmer und natürlich vor allem in der restlichen Wohnung nicht einfach akzeptieren. Bei allem Verständnis der Eltern darf das Kind nicht den Eindruck bekommen, dass die neue Gewohnheit geduldet wird.

"Aber du rauchst doch auch!"

Wenn Eltern hingegen selbst Raucher sind, bestehen gleich zwei zusätzliche Probleme: Die gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens und die scheinbare Schwierigkeit als Raucher gegen das Rauchen zu argumentieren, schließlich ist in solchen Fällen der Satz "Aber du rauchst doch auch!" beinahe vorprogrammiert. Doch gerade diese Konstellation kann sogar in den Gesprächen mit dem Kind zum Vorteil werden - man weiß schließlich, wovon man spricht. Eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt, dass rauchende Eltern ihre Kinder vom regelmäßigen Rauchen abhalten können, wenn sie das Rauchen ablehnen und das den Kindern auch klar machen. Sprechen sie über ihre eigenen Probleme mit der Sucht, gewinnen sie zudem zusätzlich an Glaubwürdigkeit. Nichtsdestotrotz zeigen Studien, dass Kinder von Rauchern ein größeres Risiko tragen, ebenfalls einmal Raucher zu werden.


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