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Grippewelle: Schüler und Eltern sollten als erstes geimpft werden

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Grippeepidemie  

Bei Grippewelle vor allem Schüler und Eltern impfen

| dapd

Grippewelle: Schüler und Eltern sollten als erstes geimpft werden . Spritze nähert sich Haut.

Bei einer Grippewelle sollten vor allem Schüler und deren Eltern geimpft werden. (Bild: Imago)

Bei einer drohenden Grippeepidemie sollten Gesundheitsbehörden bevorzugt Schulkinder und deren Eltern impfen. Jüngere Kinder und alte Menschen sollten die Vakzine dagegen erst nachrangig erhalten, so das Resultat einer amerikanischen Studie. Mit einer solchen Strategie lasse sich eine Grippewelle am ehesten stoppen, behaupten die Mathematiker der Universität Yale. Dieses Vorgehen sei gerade dann besonders wichtig, wenn der Impfstoff knapp sei.

Besonders hohe Ansteckungsgefahr durch fünf- bis 19-Jährige

Anhand von Sterblichkeitsdaten und Übertragungswegen früherer Influenza-Epidemien berechneten die Forscher, wie sich die Ausbreitung des Virus am effektivsten und mit dem geringsten Aufwand kontrollieren lässt. Eine besonders hohe Ansteckungsgefahr geht demnach von Heranwachsenden im Schulalter von fünf bis 19 Jahren aus. Gleichzeitig geimpft werden sollten auch deren Eltern, vor allem jene im Alter von 30 bis 39 Jahren. "Schulkinder sind am stärksten verantwortlich für die Übertragung, und ihre Eltern dienen als Brücken zum Rest der Bevölkerung", schreiben die Wissenschaftler im Magazin "Science".

Altersbezogene Übertragungsmuster werden kaum berücksichtigt

Kleinkinder und alte Menschen sollten dagegen nicht oberste Impfpriorität erhalten, obwohl diese Bevölkerungsgruppen am empfindlichsten auf Influenzaviren reagieren. Mit einem optimierten Vorgehen könne die US-Regierung eine Grippeepidemie mit 63 Millionen Impfdosen stoppen. Gegenwärtig horten die dortigen Behörden pro Grippesaison rund 85 Millionen Impfdosen. Die Forscher bemängeln, dass die US-Gesundheitsbehörde CDC die altersbezogenen Übertragungsmuster zu wenig berücksichtigen. "Die CDC-Empfehlungen haben sich in letzter Zeit vor allem wegen dem neuen H1N1-Stamm geändert und bewegen sich nun in die richtige Richtung", sagt Studienleiter Jan Medlock.

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