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Kindermedizin: Augenfehler bleiben oft unerkannt

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Augenarzt  

Kinderaugen regelmäßig untersuchen

21.08.2009, 15:53 Uhr | ots; mmh, t-online.de

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind schon für Kleinkinder wichtig.Regelmäßige Augenuntersuchungen sind schon für Kleinkinder wichtig. (Bild: Imago)Nahezu ein Drittel aller Vierjährigen leidet unter einer Sehschwäche. Doch oft bleibt diese unentdeckt und wird nicht therapiert. Denn fast die Hälfte aller Eltern war mit ihrem Kind noch nie bei einem Augenarzt. Regelmäßige Untersuchungen und dadurch frühzeitiges Erkennen von Sehschwächen könnten aber Fehlsichtigkeit sogar verhindern oder reduzieren. #

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Noch nie beim Augenarzt

Laut einer Online-Umfrage von myToys.de war fast die Hälfte (43,8 Prozent) aller Eltern mit Ihrem Kind bisher nicht bei einer augenärztlichen Untersuchung. Dabei leidet, nach Angaben des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands, nahezu ein Drittel aller Vierjährigen unter einer Sehschwäche.


Sehschwäche mit weitreichenden Folgen

Unentdeckte Sehschwächen können die Lebensqualität und schulischen Leistungen von Kindern beeinflussen. Bleibt eine Sehschwäche unbemerkt, kann dies zu Kopf- und Augenschmerzen sowie Konzentrationsproblemen, Müdigkeit und Lustlosigkeit führen. Eltern sollten deshalb regelmäßig die Sehstärke ihrer Kinder testen lassen. Auch bei Verdacht auf Lese- und Rechtschreibschwäche ist beispielsweise eine augenärztliche Abklärung, ob die Probleme durch einen Sehfehler verursacht werden, einer der ersten Schritte.

Regelmäßige Untersuchung gefordert

Die Kinder- und Jugendärzte im Netz fordern seit zehn Jahren schon ohne Erfolg regelmäßige Untersuchungen, ein sogenanntes Seh-Screening. Denn in Deutschland leiden etwa sechs Prozent der Bevölkerung an Schwachsichtigkeit. Dieser Wert könnte gesenkt werden, wenn reguläre und frühzeitige Untersuchungen durchgeführt würden, so zeigt das Beispiel Schweden. Die Ärzte empfehlen: Alle Säuglinge, bei denen der Kinder- und Jugendarzt im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung eine Auffälligkeit feststellt oder die als Frühgeborene längere Zeit beatmet wurden, sollten umgehend einem erfahrenen Augenarzt mit einem Orthoptisten vorgestellt werden. Die Fachkraft in der Sehschule heißt Orthoptist. Wenn in der Familie eines Kindes schwere Sehstörungen oder Augenerkrankungen bekannt sind, sollte es im zweiten Lebenshalbjahr, also kurz nach der U5 augenärztlich untersucht werden. Bei allen anderen Kindern empfehlen Kinder- und Jugendärzte eine augenärztliche Untersuchung nach der U7 mit zwei Jahren. Diese Untersuchung im dritten Lebensjahr ist bislang allerdings keine GKV-Leistung und muss von den Eltern selbst bezahlt werden. Augenärzte und Kinder- und Jugendärzte haben gemeinsam ein großes Interesse daran, dass Sehstörungen bei Kindern so früh wie möglich erkannt und fachgerecht behandelt werden.

So laufen Untersuchungen ab

Es sollte auf jeden Fall immer ein Elternteil oder vertrauter Erwachsener das Kind begleiten. Ein herkömmlicher Sehtest wie bei Erwachsenen ist bei kleinen Kindern nicht möglich. Statt Buchstaben udn Zahlen müssen die Kleinen Symbole erkennen, beispielsweise Bilder oder erkennen, an welcher Seite der gedrehte "E-Haken" offen ist. Sogar dür Säuglinge gibt es Seh-Tests. Augenärzte können - so weit möglich - den Vorderabschnitt und teilweise auch den Augenhintergrund schon beim Säugling grob beurteilen. Ebenso kann die normale Augenbewegung gut getestet werden. Ob ein Auge schlecht sieht, kann durch Abdecken des stärkeren Auges erahnt werden, denn dann protestiert das Kind dagegen. In manchen Fällen ist dies jedoch nicht möglich oder ausreichend, dann muss eine Narkose erfolgen, bei der auch spezielle Untersuchungen vorgenommen werden, wie die Augendruckmessung.

Die Sehschule beim Augenarzt

Eltern sollten für die Untersuchung der Kinderaugen einen Augenarzt mit Sehschule suchen. Leider sind deren Termine stark gefragt, die Wartezeiten sind oft lang. In der Sehschule werden vor allem schielende Kinder untersucht und behandelt. Außerdem wird möglichst jedes Kind einmal in der Sehschule untersucht, um Augenerkrankungen und Sehschwächen zu erkennen, so wird späteren stärkeren Schäden vorgebeugt.

Häufige Seh-Probleme bei Kindern

Die Erkrankungen bei Kindern unterscheiden sich von den Augenproblemen Erwachsener. Das Internet-Portal der Augenheilkunde nennt die häufigsten Probleme in der Kinderaugenheilkunde (Kinderophthalmologie):

Schielen

Beim Schielen liegt eine Abweichung der Augenstellung von der Sehachse des anderen Auges vor. Schielen muss behandelt werden, um eine dauerhafte Sehverschlechterung eines Auges zu verhindern.

Amblyopie (Schwachsichtigkeit)

Die Amblyopie entsteht dann, wenn der Scheindruck eines Auges vom Gehirn ausgeschaltet wird (z.B. beim Schielen) oder das Sehen nicht ausreichend "erlernt" wird. Eine sich entwickelnde Schwachsichtigkeit (Amblyopie), beispielsweise durch Schielen, wird in der Sehschule durch Abkleben eines oder abwechselnd beider Augen mit einem Pflaster (Okklusionspflaster) behandelt. Schielen kann auch durch eine Prismenbrille ausgeglichen werden, da die Lichtstrahlen in dem eingearbeiteten Prisma so abgelenkt werden, dass die Bilder vom Gehirn wieder zusammengefügt werden können. Ein weiterer Ansatz zur Behebung kann eine Schieloperation sein, bei der die Augenstellung (beispielsweise durch Verkürzung von Augenmuskeln) verbessert wird.

Fehlsichtigkeit

Zu den Fehlsichtigkeiten gehören Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit sowie Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung). Fehlsichtigkeiten können durch eine Brille ausgeglichen werden.

Angeborener Tränenwegsverschluss

In der Regel ist dabei eine Membran im ableitenden Tränenwegssystem nicht zurückgebildet worden. Der Tränenwegsverschluss kann durch eine Tränenwegsspülung, -sondierung oder durch eine Operation behoben werden.

Retinoblastom

Das Retinoblastom ist ein kindlicher bösartiger Tumor, der aus Zellen der Netzhaut am Augenhintergrund entsteht. Ein weißliches Leuchten der Pupille kann auffällig werden.

Frühgeborenen-Retionopathie

Die Frühgeborenen-Retinopathie ist eine Netzhautschädigung, die durch eine Frühgeburt des Kindes verursacht wird.

Augendruckerhöhung (Kindliches Glaukom)

Es handelt sich um eine meist angeborene Erhöhung des Augeninnendrucks (Grüner Star), durch die eine allmähliche Schädigung des Auges entsteht. Ein betroffenes Auge sieht oft besonders groß aus.


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