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Reiswaffeln: Krebserregende Stoffe laut "Öko-Test"

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Reiswaffel-Test  

Reiswaffeln: Krebsgefahr für Krümelmonster

28.08.2009, 10:00 Uhr | mmh, t-online.de

Reiswaffeln: Krebserregende Stoffe laut "Öko-Test" . Kleine Krümelmonster lieben Reiswaffeln .

Kleine Krümelmonster lieben Reiswaffeln . (Bild: Imago)

Reiswaffeln, geliebt von Kleinkindern und figurbewussten Erwachsenen: Sie schmecken nach nichts, sind fast fett- und zuckerfrei, aber sie knistern, krümeln und knacken, wenn man sie isst. Eltern sollten allerdings genau darauf achten, welche Marke sie ihren Kleinen geben. Denn bei einigen Produkten fand "Öko-Test" hohe Werte vom Krebsgift Acrylamid, von Arsen und vom giftigen Schwermetall Cadmium.

Fast alle belastet

Sie sind allgegenwärtig: Reiswaffeln in Kinderhänden, die Kleinen lieben sie, besonders dann wenn die ersten Zähnchen kommen. Viele Waffeln können die kleinen Krümelmonster sorglos knabbern, in einigen stecken aber problematische Stoffe wie Acrylamid und Arsen. Das ist das Ergebnis der Tester von "Öko-Test", die 21 Produkte untersucht haben. Sie suchten nach gesundheitsschädlichen Schwermetallen, krebserregendem Acrylamid und gentechnisch veränderten Bestandteilen. Das Ergebnis: Fast alle getesteten Waffeln enthielten solche Stoffe. Die Forderung der Tester: Diese Stoffe müssen reduziert werden. Ganz vermeiden lässt sich das Krebsgift Acrylamid nämlich nicht, denn es entsteht durch das Erhitzen bei der Herstellung.

Nur zweimal "sehr gut"

Selbst die Bio-Produkte "Naturreis Waffeln ohne Salzzusatz" von Gut & Gerne, "Reiswaffeln Pur" von Dennree und "Vollkorn-Reiswaffeln" von Naturkind erhielten wegen erhöhter Werte von Arsen und Acrylamid, teilweise auch Cadmium nur die Note "ausreichend". Nur zwei Sorten erhielten ein "sehr gut", nämlich "Reiswaffeln mit Sesam" von Hig Hagemann und "Dünne Reis-Waffeln mit Meersalz" von Knusperone.

Stichwort Arsen

Die beauftragten Labors haben Arsen in allen Reiswaffeln gefunden. Etwas mehr als die Hälfte der Produkte weisen erhöhte Werte auf. Arsen kommt in Reis in sehr unterschiedlichen Mengen vor und ist wegen seiner Giftigkeit immer wieder heftig umstritten. Die Mengen, die in den Reiswaffeln gefunden wurden, sind im Mittel sogar noch höher als die in purem Reis, da in den Waffeln die Restfeuchtigkeit fehlt. Außerdem wird meist Vollkornreis verwendet, der häufig höher mit Arsen belastet ist. Aber selbst wenn man von einer Tagesportion von 10 bis 30 g Reiswaffeln ausgeht, also zwei bis drei Stück - je nach Alter und Konsum des Kindes – wird die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgeschlagene täglich tolerierbare Menge weit unterschritten. Da aber Arsen noch mit anderen Lebensmitteln wie Cerealien und Fisch aufgenommen wird, betrachten Forscher Arsen inzwischen immer kritischer und als sehr gefährlich. Man weiß, dass Arsen in Reis steckt. Lange allerdings wussten die Experten nicht, wie giftig es eigentlich ist. Es soll unter den verschiedenen Arsenverbindungen auch harmlose geben.

Empfehlungen von "Öko-Test"

  • Auch wenn Ihr Kind in den vergangenen Monaten Reiswaffeln gegessen hat, die im Test mäßig abschneiden, hat es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keinen Schaden genommen. Wir orientieren uns bei unserer Bewertung am vorbeugenden Verbraucherschutz.
  • Knabberkram sollten Kinder nicht ständig bekommen, sie gewöhnen sich sonst daran, nicht nur bei Hunger sondern auch aus Langeweile zu essen. Ständiges Knabbern fördert ein falsches Essverhalten, das später Ursache für Essstörungen sein kann.
  • Einige Hersteller empfehlen, die Reiswaffeln kurz aufzubacken, wenn sie nicht mehr ganz kross sind. Doch Achtung: Bei Temperaturen über 120 Grad Celsius bildet sich Acrylamid. Deshalb besser die angebrochene Packung gut verschlossen aufbewahren. Dann braucht man die Waffeln nicht aufzubacken.
  • Reis ist glutenfrei und somit eine Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.
  • Reiskrümel können in den falschen Hals geraten, deshalb sollten Kinder nur unter Aufsicht knabbern.

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