Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Gesundheit >

Kinderkrankheiten: Legasthenie-Gen entdeckt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Forschung  

Legasthenie-Gen entdeckt

02.10.2009, 09:36 Uhr | dapd

Kinderkrankheiten: Legasthenie-Gen entdeckt. Junge ist beim Lesen.

Forscher haben ein Gen entdeckt, das an der Entstehung von Legasthenie beteiligt sein könnte. (Bild: Imago)

Forscher haben ein Gen entdeckt, das an der Entstehung von Legasthenie beteiligt sein könnte. Das Gen namens SLC2A3 spielt eine zentrale Rolle für die Gehirnfunktionen bei der Legasthenie, wie Professor Gerd Schulte-Körne von der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität München erklärte. Erstmals habe man damit eine mögliche Ursache der Lese- und Rechtschreibschwäche gefunden.

"Dies ist ein Durchbruch in der Legasthenieforschung"

Das Gen steuert der Studie zufolge die Regulation eines Glukosetransporters im Gehirn. Ist es in einer speziellen Ausprägung vorhanden, steht zu wenig Glukose zur Verfügung. Dies hat wesentlichen Einfluss auf die Sprachverarbeitung. Es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen dem Gen und beeinträchtigten Hirnfunktionen bei Legasthenie. "Wenn die Funktion dieses Gens beeinträchtigt ist, so finden wir auch im Gehirn eine schwächere Reaktion der Nervenzellen bei der Sprachverarbeitung", erklärte Schulte-Körne.

Bald Früherkennung möglich?

Die Forscher wollen nun in weiteren Studien untersuchen, ob Kinder mit Legasthenie anhand biologischer Merkmale frühzeitig erkannt werden können, bevor sie unter den Symptomen leiden. "Vor allem die Möglichkeit der Prävention und der frühen Intervention sind für uns von zentraler Bedeutung für zukünftige Forschungsvorhaben", sagte Schulte-Körne.

22 Millionen Legastheniker in Europa

Laut Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität München leiden in Europa rund 22 Millionen Menschen an Legasthenie. An der in der Zeitschrift "Molecular Psychiatry online" veröffentlichten Studie waren auch das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, das Institut für Humangenetik der Universität Bonn, das Life and Brain Zentrum in Bonn sowie die Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitäten Marburg und Würzburg beteiligt.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video


Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal