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Meningokokken: Nur ein Drittel der Kinder in Deutschland geimpft

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Meningokokken  

Nur ein Drittel der Kinder in Deutschland geimpft

29.10.2009, 10:34 Uhr | AFP

Meningokokken: Nur ein Drittel der Kinder in Deutschland geimpft. Nur ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind gegen Meningokokken geimpft.

Nur ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind gegen Meningokokken geimpft. (Bild: Imago)

Trotz drohender schwerer Folgeschäden durch Meningokokken-Infektionen sind nur etwa ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland geimpft. Meningokokken verursachten lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhautentzündungen, die auch zum Tode führen können, warnt Sieghart Dittmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Meningokokken beim Deutschen Grünen Kreuz (DGK). Kinder seien besonders gefährdet. Etwa 80 Prozent der jährlich 500 bis 700 Meningokokken-Erkrankungen betreffen demnach Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung durch Meningokokken

Meningokokken sind Bakterien, die über den Nasen-Rachen-Raum ins Blut gelangen und zu einer schweren Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung führen können. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte 2006 die Meningokokken-C-Schutzimpfung für Kinder im zweiten Lebensjahr und Nachholimpfungen bei Jugendlichen bis 18 Jahren offiziell empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.

Ältere Kinder werden seltener geimpft

Nach Angaben des DGK wurden etwa 70 Prozent der Kinder im zweiten Lebensjahr geimpft, aber danach fallen die Impfraten deutlich ab. Nur etwa 40 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen, rund 30 Prozent der Schulkinder bis zur vierten Klasse und 20 Prozent der älteren Schulkinder und Jugendliche seien geimpft. Die Angaben beruhen auf Daten von Schuleingangsuntersuchungen sowie einer Befragung des Marktforschungsunternehmens GfK.

Etwa jeder zehnte Erkrankte stirbt

Zwar sank die Zahl der durch verschiedene Bakteriengruppen ausgelösten Meningokokken-Infektionen in den vergangenen Jahren. 2008 wurden demnach insgesamt 420 Fälle registriert, davon 91 durch Meningokokken-C. Allerdings verlaufen die Erkrankungen oft sehr schwer und führen zu gravierenden Folgeschäden wie Lähmungen und Hörschäden. Kommt eine Blutvergiftung hinzu, kann es zum Organversagen oder zum Absterben von Körperteilen kommen, was Amputationen notwendig macht. Trotz des Einsatzes von Antibiotika stirbt etwa jeder zehnte der an Meningokokken-C-Erkrankten.

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