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Schweinegrippe-Impfstoff reicht nur für jede dritte Schwangere

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Unklarheit über Schwangeren-Impfstoff

11.11.2009, 14:31 Uhr | dpa

Noch herrscht Unsicherheit über Impfmöglichkeit bei Schwangeren. (Bild: imago)Noch herrscht Unsicherheit über Impfmöglichkeit bei Schwangeren. (Bild: imago) Ungeachtet der raschen Ausbreitung der Schweinegrippe herrscht weiter Unklarheit über die Impfmöglichkeiten für Schwangere. Die Gesundheitsbehörden haben bislang keinen gesonderten Impfstoff bestellt. "Die Verträge sind noch nicht abgeschlossen", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin.

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Kein Wirkstoffverstärker für Schwangere

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" lassen bisherige Pläne aber darauf schließen, dass der Impfstoff nur für jede dritte Schwangere reichen könnte. Für Schwangere erwägen Bund und Länder nach einem Bericht von "Bild.de", zusätzlichen Impfstoff einer australischen Firma anzuschaffen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Schwangere einen Impfstoff, der nur Virenteile und zudem keine Wirkstoffverstärker enthält. Deshalb sei die kurzfristige Anschaffung von 150.000 Impfdosen der australischen Firma CSL Biotherapies geplant, berichtete das Blatt. Laut Auskunft des Paul-Ehrlich-Institutes sei es möglich, den neuen Impfstoff bis Ende November in Deutschland zuzulassen.

Immer mehr Impfwillige

Heute wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über die Massenimpfung insgesamt beraten. Bei den Gesprächen solle auch ein Vertreter des Impfstoff- Herstellers Glaxosmithkline dabei sein, hieß es in Regierungskreisen. Das neue Grippevirus vom Typ H1N1 hatte sich in den vergangenen Tagen immer schneller ausgebreitet. Immer mehr Menschen wollen sich impfen lassen. Viele Arztpraxen wurden dem Ansturm nicht Herr.

Impfstoff reicht nur für jede dritte Schwangere

Laut FAZ war bislang die Bestellung von 150.000 bis 200.000 Impfdosen für Schwangere im Gespräch. Gemessen an den im vergangenen Jahr in Deutschland lebend geborenen 683.000 Kindern könne somit allenfalls jede dritte Schwangere mit einer Impfung rechnen.

Kritik an Verteilungsverfahren der Behörden

Angesichts der derzeitigen Engpässe auch beim normalen Impfstoff Pandemrix übte die Bundesärztekammer Kritik an den Behörden. "Man muss sich fragen, ob es klug war, in jedem Bundesland ein anderes Verteilungsverfahren zu machen", sagte Vizepräsident Frank Ulrich Montgomery. Künftig sei eine bundeseinheitliche Vorgehensweise bei Pandemien nötig. Die Schwierigkeiten seien aber auch nicht verwunderlich. Es sei schließlich das erste Mal, dass man ein solch großes Projekt in Angriff nehme. Die Neue Grippe sei glücklicherweise nicht sehr gefährlich. "Daraus kann man lernen und klüger werden", sagte Montgomery.

Übertragung auf das Ungeborene nicht ausgeschlossen


Infiziert sich eine nicht geimpfte Schwangere mit dem Schweinegrippe-Virus, sind sich die Experten nicht einig, ob eine Übertragung auf das Ungeborene möglich ist. Bei klassischen Grippeviren gebe es keine Übertragung auf das ungeborene Kind. "Wir wissen es aber noch nicht von der Schweinegrippe. Das können wir nicht hundertprozentig sagen", sagte der Leiter der Frauenklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Aachener Universitätsklinikum. Er gehe aber davon aus, dass es beim neuartigen H1N1-Virus ähnlich sei und keine Gefahr bestehe. Das Neugeborene der gestorbenen Mutter liege mittlerweile im Klinikum und werde "sehr genau beobachtet". Eine mit dem Schweinegrippe-Virus infizierte Schwangere überträgt nach Experteneinschätzung das Virus nicht auf das ungeborene Kind. "Wir gehen nicht davon aus, dass eine direkte Ansteckung von Mutter auf Kind möglich ist", sagte der Gynäkologe Prof. Nicolai Maass am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eine Schweinegrippe-Kranke war am Dienstag in Aachen wenige Stunden nach einer Frühgeburt gestorben. Todesursache war Lungen- und Kreislaufversagen.

Ansteckung bei der Geburt unwahrscheinlich


Auch eine Ansteckung nach der Geburt sei sehr unwahrscheinlich. "Nach der Geburt genießen die Neugeborenen einen gewissen Nestschutz, so dass das Risiko eigentlich am allergeringsten ist", sagte Maass.


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