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Kinderarzt: Den richtigen Kinderarzt finden

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Kinderarzt  

Was macht einen guten Kinderarzt aus?

23.04.2012, 11:36 Uhr | Simone Blaß

Rabiater Kinderarzt sorgt für Empörung

Bei der Untersuchung eines Säuglings scheint der russische Mediziner äußerst unsensibel vorzugehen.

Rabiater Kinderarzt sorgt für Empörung


U-Untersuchungen, Impftermine und eine Vielzahl an Infekten - wenn man Nachwuchs hat, dann verbringt man eine ganze Menge Zeit beim Kinderarzt. Wer da auf Anhieb für sich und sein Kind den Richtigen findet, der kann von Glück reden. Auf der einen Seite ist die Wahl des Kinderarztes natürlich mit Sympathien verbunden, auf der anderen Seite gibt es aber gewisse Kriterien, die ein guter Arzt unbedingt erfüllen sollte. Und es gibt einiges, das man selbst beachten kann, um den Ablauf reibungslos zu gestalten und dem Kind den Arztbesuch zu vereinfachen. Was macht einen guten Kinderarzt aus?

Je jünger das Kind, desto eher zum Arzt

"Generell sollte ein krankes Kind umso rascher dem Kinderarzt vorgestellt werden, je jünger es ist." So bringt es Dr. med. Wolfgang Landendörfer, zweiter Vorsitzender des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte im Bezirk Mittelfranken, auf den Punkt. Aber natürlich gibt es noch weitere Kriterien, die man beachten sollte: "Wenn ein Kind fiebert, aber nach Gabe eines fiebersenkenden Mittels fit ist, herumläuft und spielt, kann man mit dem Arztbesuch zunächst warten. Neugeborene und junge Säuglinge bis zum vierten Lebensmonat aber fiebern sehr selten - mit ihnen muss man bei Auftreten von erhöhter Temperatur unverzüglich zum Arzt gehen. Unabhängig vom Alter gilt das auch, wenn ein Kind apathisch wirkt oder der Allgemeinzustand schwer beeinträchtigt ist." Und auch wenn es Eltern oft grausam erscheint, ein Kind, das sehr krank ist, zum Arzt zu befördern und dort warten zu lassen, so ist sich Landendörfer doch sicher: "Auch hochfiebernde Säuglinge und Kleinkinder lassen sich gut tragen, mit Auto oder Kinderwagen in die Praxis transportieren. Und im Gegensatz zu einem Hausbesuch sind die Möglichkeiten zu helfen und eine korrekte Diagnose zu stellen, so einfach besser." Denn manchmal notwendige Untersuchungs- und Behandlungsmethoden wie intravenöse Infusion zum Flüssigkeitsausgleich, Ultraschall oder das Sofortlabor der Infektionsparameter stehen nun  mal nur in der Praxis zur Verfügung.

Vor dem Arztbesuch immer anrufen

Grundsätzlich sollte man seinen Besuch beim Kinderarzt immer telefonisch anmelden, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren und Wartezeiten so kurz wie möglich zu gestalten. Denn schließlich wartet keiner gerne stundenlang mit seinem kranken Kind. Man selbst nicht, andere aber auch nicht. Normalerweise bekommt man noch am selben Tag einen Termin. Wenn man den Verdacht auf eine ansteckende Krankheit hat, dann sollte man das unbedingt dazu sagen. Das Praxispersonal kann dann entsprechend reagieren und zum Beispiel den kleinen Patienten in einem Extra-Zimmer warten lassen. "In einer guten Arztpraxis werden schwer kranke, hochfiebernde und unter Schmerzen leidende Patienten vorgezogen und haben eine kurze Wartezeit.", erklärt der Nürnberger Kinder- und Jugendarzt. "Viele Praxen haben separate Wartezimmer für infektfreie Säuglinge und Neugeborene einerseits, Infektbehandlungszimmer um hochansteckende Patienten zu separieren anderseits." Auch einen Notfall sollte man am Telefon deutlich machen. Der Arzt wird das Kind dann entweder sofort einbestellen oder je nach Situation auch gleich an eine Klinik verweisen.

Vorher Notizen machen

Gut ist, wenn man sich auf den Besuch beim Kinderarzt richtig vorbereitet. Denn je mehr er über den Verlauf der Krankheit weiß, desto besser. "Wenn das kranke Kind ausschließlich von der Mutter betreut wird, lässt sich die Vorgeschichte gut erfragen. Wenn andere Betreuungspersonen mit eingeschaltet sind, wie zum Beispiel Erzieher in der Krippe, ist deren Schilderung der Symptome ebenfalls wichtig und sollte bei Übergabe des Kindes möglichst genau erfragt werden." Damit man in der Sprechstunde nichts vergisst, können Notizen, die man sich im Vorfeld macht, sinnvoll sein. Hier sollte man alles vermerken, was man ansprechen möchte und was man beobachtet hat. Wichtig ist auch, dass man ein paar Dinge dabei hat, die eine längere Wartezeit beziehungsweise auch die Behandlung erleichtern. Es ist also gut, wenn man neben Getränken und eventuell ein wenig Essen auch das Lieblingskuscheltier und wenn nötig, einen Schnuller einsteckt. Ältere Kinder freuen sich auch, wenn man ihnen mit dem Lieblingsbuch die Wartezeit verkürzt. Stets dabeihaben sollte man das gelbe Untersuchungsheft und den Impfpass, vor allem dann, wenn man nicht kontinuierlich beim gleichen Arzt war.

Angstbesetzte Situationen entschärfen

Es kann durchaus vorkommen, dass das Kind sich so fürchtet vor einer Behandlung, dass es nicht mehr zu beruhigen ist. Aber, auch wenn es schwerfällt, als Eltern sollte man sich nicht durch eine solche Situation unter Druck setzen lassen, ruhig bleiben und weiterhin Sicherheit vermitteln. Manchmal ist es auch sinnvoll, wenn der Arzt eine Untersuchungspause einlegt und erst einmal zum nächsten Patienten geht, während die Eltern versuchen, das Kind zu beruhigen und die angstbesetzte Situation zu entschärfen. Ein zweiter Versuch gelingt dann meist besser. Manchmal muss leider eine Untersuchung wie eine Blutentnahme oder ein Rachenabstrich letztendlich auch gegen den Willen des kleinen Patienten durchgeführt werden. Sollte das Kind aber grundsätzlich Angst vor dem Arztbesuch haben, dann sollte man überlegen, ob es vielleicht einfach mit der Person an sich nicht klarkommt. "Allzu häufig kommt es nicht vor, aber natürlich kann es auch einmal passieren, dass die ‚Chemie‘ zwischen dem Kind und dem Arzt grundsätzlich nicht stimmt.", so Landendörfer. "Dann kann ein Wechsel des Arztes vernünftig sein. Darüber muss man mit den Eltern offen reden, eine Arzt-Eltern-Patienten-Beziehung soll ja für alle Beteiligten erfüllend sein."

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