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Smoothies: Flüssig-Obst schadet Zähnen

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Fruchtgetränke  

Smoothies greifen Zähne an

08.10.2008, 16:08 Uhr | LS/cme

Smoothies: Genauso gut wie Obst? Smoothies: Genauso gut wie Obst? (Foto: T-Online)Kein lästiges Schälen, dafür eine handliche Verpackung und ein angenehmer Geschmack: Immer mehr Verbraucher greifen zu flüssigem Obst aus der Flasche. So genannte Smoothies liegen im Trend. Knapp 16 Millionen Liter wurden 2007 in Deutschland verkauft. Doch nun hat ein führender Zahnmediziner vor dem sorglosem Genuss der neuartigen Drinks gewarnt. Die meist aus püriertem Obst bestehenden Produkte würden die Zähne stärker angreifen als der Genuss der ganzen Frucht, sagte der Direktor der Poliklinik für Kinderzahnheilkunde in Gießen, Willi-Eckhard Wetzel, dem "Focus". Er bestätigte damit entsprechende Warnungen aus Großbritannien. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hatte die Trend-Drinks bereits kritisiert. Sie seien kein Ersatz für frisches Obst und Gemüse. Zudem sei die Qualität der Produkte sehr unterschiedlich.

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Weniger Sättigung, weniger Geschmack

Zahnmediziner Wetzel erklärte, dass bei Menschen die Obst trinken, statt es zu essen, weniger Speichel entstehe. Dieser aber schütze vor Säure und Fruchtzucker. "Wer eine Frucht isst, kaut - und sendet dabei ein Signal an das Gehirn, das den Speichelfluss anregt", so Wetzel. Dieses Signal fällt schwächer aus, wenn das Obst "einfach in die Mundhöhle gekippt" wird. DGE-Sprecherin Antje Gahl erklärt: "Im Vergleich zum direkten Obst- und Gemüseverzehr ist der Gehalt an wichtigen Inhaltsstoffen in Smoothies wesentlich geringer." Zudem würden frisches Obst und Gemüse aufgrund ihres großen Volumens besser zur Sättigung beitragen. Auch das Kauerlebnis und die hohe geschmackliche Variationsbreite gehe bei Smoothies verloren. "Durch das Kauen wird der Vorgang des Essens verlängert, wodurch wiederum der Sättigungseffekt besser zur Geltung kommt", so die Ernährungsexpertin.

Angebot und Qualität unüberschaubar

Ein weiterer Kritikpunkt der Expertin: Bei immer mehr Produkten auf dem Markt wird das Angebot immer undurchschaubarer. "Wir beobachten in letzter Zeit verstärkt den Versuch vieler Unternehmen, alles unter dem Begriff 'Smoothie' zu vermarkten", erklärte Antje Gahl. Dabei seien einige Produkte hauptsächlich aus Saft oder Saftkonzentraten hergestellt und unterscheiden sich daher kaum von normalen Fruchtsäften. "Echte Smoothies bestehen nur aus Fruchtmark bzw. -püree, Direktsäften und gegebenenfalls Fruchtstücken", so Gahl.

Problematische Werbeaussagen

Problematisch sind in den Augen von Gahl aber auch die Werbeaussagen mancher Smoothies-Hersteller. Diese werben nämlich zum Beispiel damit, dass mit 100 Millilitern ihres Produktes die Hälfte der empfohlenen täglichen Ration an Obst und Gemüse verspeist werden könne. "Die angegebenen Mindestempfehlungen basieren auf einer von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Menge von 400 Gramm pro Tag, die auch in Entwicklungsländern mit geringer Verfügbarkeit und geringem Obst- und Gemüsekonsum gelten", stellt Gahl fest. Für Deutschland liege die DGE-Empfehlung aber mit 600 bis 650 Gramm weitaus höher.


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