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Masern noch lange nicht ausgerottet: Zu wenig Impfungen

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Masern noch lange nicht ausgerottet

30.04.2010, 15:01 Uhr | dpa

Masern noch lange nicht ausgerottet: Zu wenig Impfungen. Mädchen mit typischem Masern-Ausschlag.

Masern: Gelten als harmlose Kinderkrankheit, können aber tödlich sein. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Masern gelten bei vielen immer noch als harmlose Krankheit, doch das sind sie nicht. Um die Masern in Deutschland endlich auszurotten, haben Kinderärzte einen nationalen Impfplan verlangt. "Der erneute Masern-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin hat gezeigt, dass die bisherigen Impfkonzepte nicht genügend wirken", kritisiert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Impfnachweis in Kita gefordert?

Eltern sollten künftig vor Aufnahme ihrer Kinder in eine staatlich geförderte Kita einen Masern-Impfschutz nachweisen, verlangte Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Das müsse verbindlich vorgeschrieben werden. In diesem Jahr haben sich bereits rund 220 Menschen bundesweit mit Masern angesteckt, davon sind 35 Patienten schwer erkrankt.

Von Ausrottung weit entfernt

"Von dem WHO-Ziel, die Masern bis 2011 weltweit ausgerottet zu haben, sind wir meilenweit entfernt. In anderen Staaten gilt Deutschland als Masern-Risikoland", kritisierte Ulrich Fegeler, Sprecher des Berliner Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. In ganz Amerika war die Krankheit 2002 schon eliminiert - sie wurde aber danach immer wieder aus europäischen Ländern eingeschleppt.

Können tödlich enden

Die Infektionskrankheit kann tödlich ausgehen und verursacht häufig gefährliche Nebenwirkungen, die zu lebenslangen körperlichen und geistigen Behinderungen führen. "Säuglinge können an einer schleichenden Form der Hirnentzündung erkranken, die ähnlich wie die Schlafkrankheit nach Jahren zum Tode führt", sagte Fegeler.

Keine Impfpflicht in Deutschland

Eine Impfpflicht gibt es bisher in Deutschland nicht. Das Infektionsschutzgesetz gibt laut BVKJ dem Bund aber schon jetzt die Möglichkeit, bei sehr gefährlichen Viren eine Impfpflicht einzuführen. "Dieser Fall liegt bei Masern vor", betonte Hartmann. Für eine ausreichende Durchimpfungsrate würde es laut Kinderärzten aber auch schon reichen, wenn in den Tagesstätten zwingend ein ausreichender Impfschutz für die Jungen und Mädchen nachgewiesen werden müsste. Experten empfehlen zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr, auch Erwachsene können sich noch impfen lassen.

Zahl der Infektionen schwankt

Die Zahl der Infektionen schwankt: 2007 kam es bundesweit zu "nur" 566 Fällen, das schlimmste Jahr der jüngeren Vergangenheit war 2006 mit 2308 Fällen, davon 1700 Erkrankten in Nordrhein-Westfalen. Ärzte rufen dazu auf, den eigenen und familiären Impfschutz zu überprüfen. Gegen Masern ist nach der zweiten Impfung ein so gut wie kompletter, nach jetzigem Kenntnisstand lebenslanger Schutz gewährleistet.

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