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Meningokokken-Impfung schützt nicht dauerhaft

11.05.2010, 11:25 Uhr | nak, dpa, t-online.de

Meningokokken-Impfung schützt nicht dauerhaft. Impfung: Arzt spritzt einen Jungen in den Arm.

Forscher fordern eine Auffrischung der Meningokokken-Impfung bei Jugendlichen. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Die Gesundheitsbehörden Nordrhein-Westfalens haben bereits 46 Fälle von Meningokokken-Erkrankungen in den ersten vier Monaten dieses Jahres gemeldet. Betroffen waren vor allem Kinder und Jugendliche. Für fünf Erkrankte endete die Infektion tödlich, wie RP-online berichtet. Die Impfung, die Kinder vor einer Hirnhautentzündung schützen soll, hält nicht lange an, wie britische Forscher entdeckt haben. Sie fordern eine Auffrischung für Teenager.

Impfschutz lässt schnell nach

Wissenschaftler der Universität Oxford haben herausgefunden, dass die Meningokokken-Impfung Kinder und Jugendliche nach ein paar Jahren kaum mehr schützt. Sie untersuchten 250 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die als Kleinkinder geimpft worden waren. Nur 25 Prozent von ihnen besaßen noch ausreichend Meningokokken-Antikörper im Blut. Mit einer Auffrischungsimpfung im frühen Teenageralter könne auch die Bevölkerung weiter vor einer Infektion geschützt werden, berichten die Forscher um Professor Andrew Pollard, so BBC News Online.

Blutvergiftung und Hirnhautentzündung

Die Meningokokken-Bakterien können schwere Krankheiten wie eine Blutvergiftung (Sepsis) oder eine Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen. Sie sind besonders im Winter und Frühling aktiv und werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Mehr als 90 Prozent der Meningokokken-Erkrankungen in Deutschland werden von den sogenannten Serogruppen B und C verursacht. Gegen den Typ C gibt es eine Impfung, die die Ständige Impfkommission STIKO für Kinder nach dem zwölften Lebensmonat empfiehlt.

Zweite Impfung im Jugendalter gefordert

Aufgrund des nachlassenden Impfschutzes fordern die Forscher um Andrew Pollard deshalb eine zweite Impfung gegen die Erreger im frühen Jugendalter. Solche Auffrischungen gibt es bisher bereits in Österreich, Kanada und der Schweiz, ergänzt der Wissenschaftler auf der ESPID-Konferenz (European Society for Paediatric Infectious Diseases) in Nizza.

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