Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Gesundheit >

ADAC-Kindersitztest: Kinder seitlich nicht genug geschützt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

ADAC-Kindersitztest: Kinder seitlich nicht genug geschützt

26.05.2010, 09:39 Uhr | Stiftung Warentest, ADAC, dpa

. Zwei Kinder in Autositzen.

Der Seitenaufprallschutz muss bei Autokindersitzen noch verbessert werden. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Der Schutz vor Seitenaufprällen bei Auto-Kindersitzen muss nach Meinung des ADAC stärker beachtet werden. Dieser spiele bei der gesetzlichen Zulassung von Kindersitzen derzeit keine Rolle, sei aber wichtig für die Sicherheit der Kinder, teilte der Automobilclub zu seinem aktuellen Kindersitztest mit. Zusammen mit der Stiftung Warentest hat der ADAC 22 Kindersitze verschiedener Alters- und Gewichtsklassen getestet - es gab kein "sehr gut", aber 14 Mal die Note "gut". Fünf Mal hieß das Urteil "befriedigend", drei Mal "ausreichend".

Drei Ausreißer mit "ausreichend"

Die besten Produkte sind mit der Note 1,6 ("gut") der Maxi Cosi Pebble+Family Fix (Klasse bis 13 Kilogramm) und der Kiddy Energy Pro in der Klasse neun bis 18 Kilogramm. Beide Sitze lassen sich sehr leicht montieren und bekommen in der Kategorie "Bedienung" sogar ein "sehr gut". Drei Ausreißer können nur mit "ausreichend" beurteilt werden: Der Casualplay PrimaFix (bis 10 Kilogramm), der Safety 1st Tri Safe+ (neun bis 36 Kilogramm) und der Chicco Key 2-3 Ultrafix (15 bis 36 Kilogramm).

Bedienung genauso wichtig wie Sicherheit

Unter anderem wegen erhöhter Belastungswerte im Seitencrashtest kommt der Casualplay PrimaFix nicht auf ein besseres Bewertungsniveau. Genauso wie beim Chicco Key 2-3 rollt beim Test der Kopf des Dummys aus den Seitenwangen des Kindersitzes und berührt die Fahrzeugtür. Dies bedeutet ein zusätzliches Verletzungsrisiko für die Kleinsten. Außerdem sind beim Casualplay Möglichkeiten für eine fehlerhafte Bedienung gegeben, weil der Rückenwinkel des Sitzes abhängig vom Gewicht des Kindes mehr oder weniger geneigt werden muss. Auch die Sicherung des Kopfteils mit einem Zusatzgurt macht den Einbau sehr aufwändig. Der sicherste Sitz nützt nichts, wenn eine überdurchschnittlich hohe Gefahr zur Fehlbedienung gegeben ist. Deshalb zählt beim ADAC das Kriterium "Bedienung" genauso viel wie die "Sicherheit". Ebenfalls nur mit "ausreichend" bewertet wurde der Safety 1st Tri Safe+ für Kinder von zirka einem bis zwölf Jahren. Bei diesem Sitz ist der Schulterbereich für größere Kinder viel zu eng geschnitten. Wird die Rückenstütze deshalb abgenommen, bietet er keinerlei Seitenaufprallschutz mehr.

Kinder seitlich nicht genug geschützt

Der Seitenaufprallschutz spielt derzeit für die gesetzliche Zulassung von Kindersitzen immer noch keine Rolle. Der ADAC fordert deshalb die Aufnahme von Seitenaufpralltests in das Zulassungsverfahren. Der Club führt seit Jahren einen Seitenaufpralltest durch, weil Kinder bei dieser Kollisionsart besonders gefährdet sind. Dies gilt auch dann, wenn im Auto ein Kopf-Airbag vorhanden ist. Dieser reicht in der Regel nicht weit genug herunter, um den Nachwuchs seitlich zu schützen.

Mitwachsende Kindersitze sparen Geld

Mit einigen Autokindersitzen können Eltern viel Geld sparen, denn zwei Sitze, die vom ersten bis zum 12. Lebensjahr mitwachsen, schneiden in der gemeinsamen Untersuchung von Stiftung Warentest und ADAC "gut" ab. Die anderen drei "guten" mitwachsenden Sitze sind erst für Kinder ab 3-4 Jahren geeignet. Im Normalfall müssen Eltern drei Autokindersitze für ihr Kind kaufen, bevor es zwölf Jahre alt oder 1,50 Meter groß ist: eine Babyschale, danach einen Sitz für das Kleinkind und einen weiteren für das größere Kind bis 36 Kilogramm. Mit den "guten" mitwachsenden Sitzen, die für Kinder ab 9 Kilogramm geeignet sind, können Eltern damit gleich nach der Babyschale auf einen mitwachsenden Sitz wechseln und sich damit einen Sitz sparen.

t-online.de Shop Gefahren-Warner im Straßenverkehr

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Eltern
PKW-Kindersitze im Test

Die häufigste Schwäche war der Seitenaufprallschutz, so ADAC und Stiftung Warentest. zum Video

Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal