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Ergotherapien  

Ärzte verordnen mehr Ergotherapien

28.05.2010, 13:50 Uhr | dpa, dpa

Ärzte verordnen mehr Ergotherapien. Es wird mit einer Zunahme der älteren Patienten gerechnet. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Es wird mit einer Zunahme der älteren Patienten gerechnet. (Bild: Imago) (Quelle: imago)

Verhaltensauffällige Kinder, Schlaganfallpatienten oder Krebskranke: In Deutschland werden immer mehr Menschen mit einer Ergotherapie behandelt. Die Zahl der ärztlich verordneten ambulanten Therapien ist von 2004 bis 2009 um etwa zehn Prozent gestiegen. "Patienten werden früher aus den Krankenhäusern entlassen und Reha- Aufenthalte kürzer, das merken wir", sagt der Vorsitzende des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten (DEV), Arnd Longrée. "Die Patienten werden dann häufiger ambulant statt stationär ergotherapeutisch behandelt."

Vielseitige Einsetzbarkeit

Insgesamt verordneten die Ärzte im vergangenen Jahr mehr als 1,6 Millionen Ergotherapien. Dabei trainieren zum Beispiel nach Schlaganfällen oder Unfällen gehandicapte Menschen unter Anleitung Alltagsfähigkeiten wie Greifen oder Schreiben. Krebspatienten mit Gedächtnisstörungen nach einer Chemotherapie kann mit Hirnleistungstraining geholfen werden. Bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefiziten zielt die Therapie darauf ab, ihre Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Bei psychisch kranken Patienten ergänzt die Ergotherapie mit Bewegung die medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlung.

"Menschen erwerbsfähig halten"

"Derzeit ist noch etwa jeder zweite Ergotherapiepatient ein Kind", sagte Longrée. Dies hänge auch mit zunehmenden Bewegungsdefiziten bei vielen Kindern zusammen, deren motorische Fähigkeiten mit Hilfe einer Therapie verbessert werden sollen. Der Verbandschef rechnet aber mit zunehmend mehr älteren Patienten in den Ergotherapie-Praxen. Grund seien der demografische Wandel und die mit einer älter werdenden Bevölkerung verbunden typischen Krankheiten wie Demenz oder Parkinson. "Außerdem dürfte in Zukunft mehr getan werden, um die Menschen erwerbsfähig zu halten", sagte Longrée mit Blick auf den diskutierten Fachkräftemangel und das steigende Renteneintrittsalter.

Wo arbeiten die Therapeuten?

In Deutschland arbeiten etwa 35.000 Ergotherapeuten, der Großteil in Akutkrankenhäusern, Reha-Kliniken, Pflegeheimen und Werkstätten für Behinderte. Die Zahl der selbstständigen Ergotherapiepraxen beziffert der DEV auf rund 5000. Im DEV sind 12.000 Therapeuten organisiert.

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