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Gesundheitsvorsorge: U-Untersuchungen für Kinder und Jugendliche

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Gesundheitsvorsorge  

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche

29.06.2010, 12:17 Uhr | Simone Blaß

Gesundheitsvorsorge: U-Untersuchungen für Kinder und Jugendliche. Gesundheitsvorsorge: In vielen Bundesländern sind die U-Untersuchungen U1 bis J1 sogar verpflichtend. (Quelle: imago)

Gesundheitsvorsorge: In vielen Bundesländern sind die U-Untersuchungen U1 bis J1 sogar verpflichtend. (Quelle: imago)

In Deutschland hat jedes Kind Anspruch auf elf Vorsorgeuntersuchungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Diese Untersuchungen, U1 bis J1 genannt, sind in immer mehr Bundesländern sogar verpflichtend und dienen der Gesundheitsvorsorge und Früherkennung von Krankheiten, die die normale körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung des Kindes gefährden könnten. Das heißt, der Arzt überprüft, ob sich das Kind altersgerecht entwickelt. Zusätzlich empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte drei weitere Untersuchungen und zwar U10, U11 und J2. Diese allerdings werden nicht von allen Kassen übernommen.

Vorsorgeuntersuchungen sind nur innerhalb bestimmter Fristen möglich

Die Untersuchungen aber, die die Krankenkassen übernehmen, müssen auch wahrgenommen werden. Und zwar möglichst im vorgeschriebenen Zeitraum. Versäumen Eltern, ihr Kind zur entsprechenden U-Untersuchung vorzustellen, so geht ihnen nach einer angemessenen Frist ein Erinnerungsschreiben zu. Wird dieses ignoriert, kommen Gesundheitsamt und Jugendamt auf den Plan. Zum Schutz der Kinder.

U10 und U11 bringen Eltern eine zusätzliche Sicherheit

Da zwischen der U9 im Vorschulalter und der J1 als Teenager der Zeitraum ziemlich lang ist und gerade in der Grundschulzeit Probleme auftreten können, die ein frühes Handeln zum Wohl des Kindes erfordern, werden den Eltern seit einiger Zeit vom BVKJ zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen nahegelegt. Dr. med. Hermann-Josef Kahl, der Vorsitzende des Ausschusses für Prävention und Frühtherapie, hat diese zusätzlichen Us mitentwickelt und sieht darin einen doppelten Schutz für die Kinder. Und zwar natürlich für die, deren Eltern sich keine oder wenig Gedanken um die körperliche und seelische Gesundheit ihrer Kinder machen, aber auch für die, deren Eltern grundlos zu schnell alarmiert sind. „Gerade in der Zeit zwischen dem fünften und dem dreizehnten Lebensjahr passiert sehr viel und Entwicklungsstörungen wie zum Beispiel ADHS oder Probleme in der Schule durch Sozialisations- und Verhaltensstörungen können so in diesem Zeitraum genau wie Übergewicht oder falscher Medienkonsum früh genug erkannt werden. Viele verunsicherte Eltern, die befürchten, ihr Kind bräuchte Ergotherapie oder Logopädie, können wir aber auf diese Weise auch beruhigen, denn durch ein engmaschiges Netz an Vorsorgeuntersuchungen können sie sich sicher sein, dass sie nichts versäumt haben und es ihrem Kind gut geht.“

Die Us können von Kind zu Kind ein wenig anders verlaufen

Allen Vorsorgeuntersuchungen gemeinsam ist, dass die Kinder vermessen werden, Kopfumfang, Gewicht und Länge werden vermerkt. Außerdem wird der Impfstatus kontrolliert. Doch sonst können sich die Untersuchungen durchaus von Kind zu Kind ein wenig unterscheiden. Denn erstens setzen die Kinderärzte zusätzlich zu den Vorgaben eigene Schwerpunkte, zweitens hängt es davon ab, wie gut der Kinder- und Jugendarzt seinen Patienten und dessen Umfeld kennt und drittens ist auch relevant, was er ganz unbemerkt - oft bereits im Vorfeld - beobachten kann beziehungsweise im Gespräch mit dem Kind, eventuell seinen Geschwistern und eben auch den Eltern erfährt.

Das gelbe Heft gut aufbewahren und zu Arztbesuchen mitbringen

Mögliche Auffälligkeiten werden genau wie die Grunddaten im gelben Kinder-Untersuchungsheft verzeichnet. Dieses sollte man dann zusammen mit dem Impfpass gut aufbewahren und nicht nur zu jeder Vorsorgeuntersuchung, sondern auch zu normalen Arztbesuchen mitnehmen. Besonders dann, wenn man den Arzt wechselt oder einen Vertretungsarzt besucht, denn so bekommt dieser einen optimalen Überblick über die bisherige Entwicklung des Kindes.

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