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Gesundheit  

Bei Brech-Durchfall auf Cola und Säfte verzichten

22.09.2010, 08:57 Uhr | dpa-tmn

Bei Brech-Durchfall auf Cola und Säfte verzichten . Ein Kind trinkt ein Glas Cola.

Bei Durchfall sollten Kinder keine Cola trinken. (Bild: imago) (Quelle: imago)

"Die richtige Versorgung mit Flüssigkeit ist bei Durchfall und Erbrechen besonders wichtig, um eine Austrocknung zu verhindern", so Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Je kleiner ein Kind ist, desto größer sei die Gefahr der sogenannten Dehydration, der Austrocknung des Körpers. Bestimmte Getränke sind bei Durchfall daher nicht geeignet. Welche Maßnahmen sind aber sinnvoll?

Auf Cola unbedingt verzichten

Manche Getränke können den Flüssigkeitsverlust bei Kindern, die ohnehin unter Brech-Durchfall leiden, verschlimmern. Fegeler rät daher von folgenden Getränken ab:

  • Koffeinhaltige Getränke wie schwarzer Tee und Cola.

  • Milchgetränke.

  • Stark säurehaltige Fruchtsäfte (zum Beispiel Apfel- und Birnensaft).

  • Zuckerreiche Flüssigkeiten wie Limonaden.

Spezielle Lösungen gleichen den Flüssigkeitshaushalt aus

Reines Wasser reicht laut Fegeler allein nicht aus, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Denn das Kind verliert bei einem Brech-Durchfall auch Salze und Elektrolyte. Diese lassen sich am besten durch Elektrolytlösungen ersetzen. Solche erhält das Kind aber nur, wenn es der Kinder- und Jugendarzt verordnet.

"Flößen Sie Ihrem Kind anfangs alle paar Minuten ein bis zwei Teelöffel von der Elektrolytlösung ein", rät Fegeler. Auf diese Weise nehme das Kind innerhalb einer Stunde mehr als eine Tasse voll Flüssigkeit zu sich. "Normalerweise hilft dies auch, das Erbrechen zu lindern."

Für leichte Durchfälle können Eltern in einem Liter Wasser einen gestrichenen Teelöffel Kochsalz und acht Teelöffel Traubenzucker auflösen. Diese Lösung vermengen sie dann mit einer Tasse Orangensaft oder zwei Bananen. So erhalten sie ein Getränk, das dem Kinderkörper die verlorenen Mineralien und Salze wieder zuführt.

Bei Kindern, die gestillt werden, reicht in der Regel aber das Stillen.

Anzeichen einer Austrocknung

  • Ein trockener, spröder Mund.

  • Eingesunkene Augen.

  • Nicht sichtbare Halsvenen.

  • Kühle, unelastische Haut.

  • Wenig, dunkler Urin. Aufgrund des Flüssigkeitsverlustes kann das Kind wenig Urin abgeben. Dieser ist dann meist dunkel gefärbt.

Stellen Eltern Anzeichen für eine Austrocknung bei ihrem Kind fest, ist es immer sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen.

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