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Todesursachen: Unfälle, Gewalt und Selbstverletzungen bei Kindern

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Unfälle, Gewalt und Selbstverletzungen bei Kindern

05.11.2010, 12:18 Uhr | dpa, AFP

Todesursachen: Unfälle, Gewalt und Selbstverletzungen bei Kindern. Kind spielt am Herd: Das Risiko für Unfälle im Haushalt ist vor allem für Babys und Kleinkinder groß. (Bild: imago)

Das Risiko für Unfälle im Haushalt ist vor allem für Babys und Kleinkinder groß. (Bild: imago)

Unfälle, Gewalt und Selbstverletzungen sind die häufigsten Todesursachen bei Kindern und Jugendlichen. Im Jahr 2008 starben an deren Folgen 1113 Kinder und Jugendliche zwischen einem und 19 Jahren, wie das Statistische Bundesamt nun in Wiesbaden mitteilte. Das waren 43 Prozent aller Todesfälle in dieser Altersgruppe. Zwar haben die Raten der Verletzungen mit Todesfolge in den vergangenen Jahren in allen Altersgruppen abgenommen, Säuglinge sind aber nach wie vor eine Hochrisikogruppe.

Unfälle im Haushalt: Hohes Risiko für Säuglinge

Für Säuglinge besteht demnach ein besonders hohes Risiko für tödliche Verletzungen durch Unfälle im häuslichen Umfeld sowie durch Gewalt. Von allen Altersgruppen zeigen Säuglinge und kleine Kinder auch das höchste Risiko für Kopfverletzungen, Verbrennungen, Verbrühungen und Vergiftungen.

Zahl der Suizide bei Jugendlichen angestiegen

Dagegen haben Jugendliche das höchste Risiko bei den tödlichen Verletzungen im Straßenverkehr, gefolgt von Suiziden: Mehr als jeder siebte gestorbene Jugendliche in Deutschland hat sich selbst getötet. Insgesamt starben im Jahr 2008
1325 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren, darunter waren 210 Selbstmorde. Im Vergleich zu 2007 stieg der Wert nach Jahren erstmals wieder leicht. Zuvor war die Zahl der Selbstmorde in dieser Altersgruppe gesunken. 1999 hatten sich 286 Teenager selbst getötet, 2007 waren es 196.

Gründe für Krankenhausaufenthalte

Bei den Krankenhauseinweisungen spielen Verletzungen und Vergiftungen eine maßgebliche Rolle. Bei den Fünf- bis 14-Jährigen waren sie mit 115.000 Fällen der häufigste Einweisungsgrund in eine Klinik. Im Kleinkindalter (ein bis vier Jahre) waren Verletzungen mit knapp 58.000 Fällen die dritthäufigste Ursache für einen Klinikaufenthalt nach Atemwegs- und Infektionserkrankungen.

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