Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Gesundheit >

Rauchen: Passivraucher leiden öfter an gefährlichen Infektionen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Passivrauchen  

Passivraucher leiden öfter an gefährlichen Infektionen

13.12.2010, 10:10 Uhr | Spiegel Online

Rauchen: Passivraucher leiden öfter an gefährlichen Infektionen. Passivrauchen erhöht bei Kindern das Risiko einer Meningokokken-Infektion. (Bild:imago)

Passivrauchen erhöht bei Kindern das Risiko einer Meningokokken-Infektion. (Bild:imago) (Quelle: imago)

Wenn Eltern zu Hause rauchen, schaden sie der Gesundheit ihres Kindes: Einer neuen Analyse zufolge erhöht der Qualm das Risiko einer Infektion mit Meningokokken. Diese Bakterien können eine gefährliche Hirnhautentzündung auslösen.

Besonders Kinder leiden unter Passivrauchen

Passivrauchen ist besonders für Kinder problematisch. Selbst wenn Rauchverbote greifen, so dass an Arbeitsplätzen, in Bahnhöfen oder Kneipen nicht mehr gequalmt werden darf - in den eigenen vier Wänden darf sich jeder Zigaretten anzünden. So rauchen Kinder oft unfreiwillig mit. Laut einer aktuellen Hochrechnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr 166.000 Heranwachsende durch Passivrauchen. Die Forscher nannten Herzleiden, allgemeine Atemwegserkrankungen, Asthma und Lungenkrebs als häufigste Folgen.

Zusammenhang mit schweren bakteriellen Infektionen untersucht

Ein internationales Forscherteam hat jetzt untersucht, ob Passivrauchen auch das Risiko erhöht, an schwerwiegenden bakteriellen Infektionen zu erkranken. Die Forscher um Chien-Chang Lee von der Harvard School of Public Health in Boston analysierten dafür 42 früher durchgeführte Studien. Geprüft haben sie den Zusammenhang von Passivrauchen und Infektionen mit Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus Influenzae B, wie die Forscher im Fachmagazin "PLoS Medicine" berichten.

Die Ansteckung mit diesen Keimen kann sehr unterschiedlich verlaufen, da die Bakterien sich im Körper ausbreiten und verschiedene Organe befallen können. In der Studie achteten die Forscher auf Fälle bakterieller Hirnhaut- oder Kehldeckelentzündung, den Fund von Bakterien im Blut, der sogenannten Bakteriämie sowie das Auftauchen von Erregern an anderen Körperstellen, wo sie schwere Krankheitssymptome auslösten. Die Bakterien werden meist per Tröpfcheninfektion weitergegeben, wandern also über die Atemwege in den Körper ein. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission allen Kindern Immunisierungen gegen alle drei Erreger.

Infektionen mit Pneumokokken und Haemophilus Influenzae B traten bei Kindern aus Raucherhaushalten etwas häufiger auf, allerdings war dies statistisch nicht relevant - es könnte sich um eine zufällige Abweichung handeln.

Anfälligkeit gegenüber Meningokokken verdoppelt

Die Anfälligkeit gegenüber Meningokokken verdoppelte sich allerdings für passivrauchende Kinder. Besonders schwer betroffen waren laut der Studie Kinder unter sechs Jahren. Passivrauchen belastet die Atemwege, so dass sie von sie angreifenden Keimen wahrscheinlich leichter eingenommen werden. Nach Aussage der Forscher leidet auch die Körperabwehr an sich unter dem Qualm. Beides zusammen würde ein erhöhtes Risiko erklären.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal