Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Gesundheit >

Schweinegrippe: Das sollten Eltern wissen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schweinegrippe: Das sollten Eltern wissen  

Das Schweinegrippe-Impf-Dilemma

12.01.2011, 17:01 Uhr | dos, t-online.de, dpa

Schweinegrippe: Das sollten Eltern wissen. Müssen Kinder gegen die Schweinegrippe geimpft werden? (Foto: imago)

Müssen Kinder gegen die Schweinegrippe geimpft werden? (Foto: imago)

Jetzt ist sie da, die nächste Grippewelle und mit ihr auch der gefürchtete Influenza-Virus A(H1N1) – kurz H1N1. Seit Jahresbeginn ist es zu vereinzelten Todesfällen infolge der Schweinegrippe gekommen. Und wieder stehen wir vor dem Dilemma: Impfen oder nicht? Eltern müssen nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Kinder entscheiden. Viele Fragen tauchen auf - diese Informationen können helfen.

Aktueller Grippeimpfstoff schützt auch vor Schweingrippe

Die derzeitige saisonale Grippe wird vermutlich vom Erreger der Schweinegrippe dominiert. Darauf weisen laut der Ärztezeitung Beobachtungen aus Großbritannien hin, wo es bereits zahlreiche schwere Verläufe gegeben hat. Der aktuelle saisonale Grippeimpfstoff 2010/2011 gilt auch gegen den H1N1-Erreger als wirksam.

Wer sollte sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen?

Letztlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, denn es gibt keine einheitliche Meinung zu dieser Frage. Fest steht: Impfungen können Komplikationen verursachen und haben Nebenwirkungen. Doch auf der anderen Seite kann eine Infektion mit einem Influenza-Virus zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Das H1N1-Virus gilt deshalb als besonders gefährlich, weil es sich, als ein noch immer relativ neuer Erreger, sehr schnell verbreiten kann. Ob eine allgemeine Impfung der Bevölkerung sinnvoll ist, darüber sind sich verschiedene Experten noch immer uneins. Der "Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte“ (BVKJ) rät aktuell dazu, Kinder impfen zu lassen. Die "Ständige Impfkommission" (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt eine Impfung nur in besonderen Fällen. Sie gibt zweimal im Jahr aktuelle Richtlinien zu Schutzimpfungen heraus.

So lauten die Empfehlungen im Einzelnen

Der BVKJ rät aktuell angesichts der deutlichen Zunahme der Erkrankungen durch das H1N1-Virus bei Kindern und Jugendlichen allen Eltern, ihre Kinder, die im letzten Jahr nicht an der sogenannten Schweinegrippe erkrankt waren oder in den vergangenen zwölf Monaten nicht mit dem entsprechenden H1N1-Impfstoff geimpft worden sind, jetzt noch mit dem saisonalen Grippeimpfstoff impfen zu lassen.

Die STIKO empfiehlt eine Impfung gegen die saisonale Grippe…

  • Personen, die über 60 Jahre alt sind
  • Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen in allen Altersgruppen
  • Schwangeren ab dem vierten Monat
  • Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen oder in anderen Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr tätig sind, beziehungsweise die andere Menschen betreuen, die zu den genannten Risikogruppen gehören.

Eltern sollten mit einem Kinderarzt besprechen, ob eine Impfung im Einzelfall Sinn macht.

Bietet eine Pandemrix-Impfung aus dem vergangenen Jahr noch ausreichend Schutz?

Fest steht das nicht. Aber das RKI sagt: "Es gibt keine Hinweise, dass sich das pandemische A(H1N1) 2009-Virus wesentlich verändert hat. Daher kann durchaus von einem länger anhaltenden Immunschutz ausgegangen werden. Eine bestehende Basisimmunität gegenüber dem neuen H1N1-Subtyp (durch Impfung im vergangenen Jahr) kann durch eine Impfung mit dem neuen saisonalen trivalenten Impfstoff weiter optimiert werden."

Ab diesem Alter kann geimpft werden

Der Grippeimpfstoff 2010/2011 ist laut dem BVKJ für Kinder ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat zugelassen. Kleinkinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr erhalten zweimal im Abstand von zirka vier Wochen die halbe Dosis, Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum vollendeten neunten Lebensjahr erhalten zweimal die volle Dosis im Abstand von etwa vier Wochen.

Wer erkrankt besonders heftig, wenn er sich mit dem H1N1-Erreger ansteckt?

"Das H1N1-Virus ist besonders für junge Patienten gefährlicher als andere Influenzaviren“, sagt der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann, denn das Immunsystem der Kinder habe mit dem neuen Erreger noch keine Erfahrung. Außerdem sei es noch nicht ausgreift und daher könne das Virus besonders intensiv eingreifen. Menschen über 60 Jahre seien dem Arzt zufolge kaum von der Schweinegrippe betroffen, weil sie möglicherweise schon Mal mit einer Abart des Virus gerungen haben.

Das Robert Koch Institut sagt: "Bei Kindern und jüngeren Erwachsenen sind Todesfälle durch die Schweinegrippe häufiger als Todesfälle durch die klassischen saisonalen Influenzaviren.“ Auch Schwangere hätten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder Tod. Das Risiko, an der Krankheit zu versterben, auf die gesamte Bevölkerung bezogen, liege im Rahmen üblicher Wellen, dort eher am unteren Rand.

Was ist hygienisch zu beachten?

Grippeviren werden vor allem über die Hände übertragen, daher empfiehlt es sich immer, seine Hände häufig und gründlich zu waschen und auch seine Kinder darauf hinzuweisen. Wer möchte, kann auch ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel ohne Farb- und Konservierungszusätze benutzen, nachdem er zum Beispiel die Hände von vielen Menschen geschüttelt hat. Um andere zu schützen, sollte man nicht in seine Hände niesen oder husten und sich dabei stets von anwesenden Personen wegdrehen. Nicht zu empfehlen sind desinfizierende Zusätze in Wasch- oder Putzmitteln für den Haushalt. Denn sie enthalten häufig chemische Keulen, die eine gesundheits- und umweltschädigende Wirkung haben. Normal bei 60 Grad Celsius gewaschene Wäsche erfüllt sogar die hygienischen Anforderungen eines Krankenhauses. Auch reicht es in einem gesunden Haushalt völlig aus, Arbeitsflächen mit üblichen Reinigern zu säubern.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal