Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Gesundheit >

Ohne Chemie Ostereier färben

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ostereier natürlich färben

30.03.2012, 09:47 Uhr | dapd, dpa-tmn

Ohne Chemie Ostereier färben. Ostereier sollten am besten mit natürlichen Farben gefärbt werden. (Foto: imago)

Ostereier sollten am besten mit natürlichen Farben gefärbt werden. (Foto: imago)

Für die meisten Familien, die Ostern mit ihren Kindern feiern, gehört das Eierfärben zum Brauchtum dazu. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt Tipps, welche Farben am besten geeignet sind. Wir sagen Ihnen außerdem, was Sie beim Auspusten beachten sollten.

Eier nicht mit dem Mund berühren

Beim Auspusten sollten die kleinen Künstler die Eier nicht direkt mit dem Mund berühren, rät das Infocenter der R+V Versicherung. Denn auf der Schale könnten sich Salmonellen tummeln. "Bei Kindern reicht eine kleine Menge dieser Bakterien, um eine Durchfallerkrankung hervorzurufen", sagt Marko Ostendorf, Arzt beim R+V-Infocenter.

Strohhalm oder Blasebalg helfen

Sein Tipp: einen dünnen Strohhalm, eine Einwegspritze oder einen speziellen Mini-Blasebalg aus Bastelgeschäften verwenden und die Eier vor und nach dem Auspusten gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel abwaschen. So gelangen auch keine Salmonellen über die Hand in den Mund. Wem das zu aufwendig ist, kann auch hartgekochte Eier oder Eier aus Holz oder Kunststoff bemalen.

Natürliche Farben nutzen

Zum Färben von Ostereiern sind natürliche Zutaten eine gute Wahl. Ganz ohne Chemie könne man leuchtende Farben auf die Schale bringen, sagte Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Wer grüne Ostereier haben möchte, sollte einfach Spinat verwenden." Gelb wird das Ei mit Safran. Günstiger, wenn auch weniger farbintensiv, ist die Variante mit Zwiebelschalen. Holundersaft färbt die Schale blau, und rot werden die Eier mit Rote-Bete-Saft.

Den Sud erhält man, indem man zum Beispiel 250 Gramm Spinat mit einem Liter kaltem Wasser ansetzt. Nach 45 Minuten Auskochen wird das grün gefärbte Wasser abgeseiht. Im leicht siedenden Sud wird das Ei dann für etwa zehn Minuten hartgekocht. "Beim Entnehmen aus dem heißen Wasser aber nicht abschrecken", warnt Umbach. Sonst könnten Keime durch feinste Risse in der Schale ins Ei eindringen.

Das Einreiben mit Speck oder Öl verleiht dem gefärbten Ei einen schönen Glanz und verlängert die Haltbarkeit. Rund drei Wochen können die Eier dann draußen liegen, bevor sie verderben.

Muster und Marmorierungen

Bunte Muster und Marmorierungen lassen sich mit Pflanzenblättern und einem Feinstrumpf auf das Ei bringen. Zuerst legt man kleine Blätter oder ein paar Zwiebelschalen auf die Oberfläche, erläutert Umbach. "Dann vorsichtig den Strumpf darüber stülpen und das Ei in den Sud legen." Besonders feine Strukturen entstehen, wenn vor dem Färben ein Haushaltsgummi um die Schale gespannt wird.

Allergiegefahr durch Lebensmittelfarbe

Lebensmittelfarbe aus dem Supermarkt sind Umbach zufolge nur bedingt zu empfehlen. "Die synthetischen Farbstoffe können bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reizungen auslösen." Auch Filz- und Farbstifte sind zum Bemalen von Ostereiern nicht geeignet: Die Stifte enthalten Lösungsmittel, die nicht auf ihre Unbedenklichkeit geprüft seien. Über kleine Risse in der Schale könnten die gefährlichen Stoffe eindringen. Bei Kindern und Allergikern entstünden durch den Konsum womöglich gesundheitliche Schäden.

Kriterien für den Eierkauf

Beim Ei-Kauf sind drei Kriterien wichtig: Farbe, Form und Frische. Das perfekte Hühnerei zum Färben sollte weiß, glatt und zwischen sieben und 14 Tagen alt sein. Fehlt das Legedatum auf der Verpackung, hilft ein Rechentrick. "Vom Mindesthaltbarkeitsdatum muss man 28 Tage zurück rechnen, um auf das Legedatum zu kommen", sagt Umbach. An Ostern werden wieder vermehrt Eier gekauft. Verbraucherschützer rufen aus diesem Anlass dazu auf, keine Eier aus Käfighaltung zu kaufen, das sei Tierquälerei. Bei Bio-Eiern ist man da auf der sicheren Seite: Bio-Hühner leben in Freilandhaltung und sie bekommen Futter aus ökologischem Anbau.

Ursprung des Eierfärbens

Woher genau die Tradition des Eierfärben stammt, ist unklar. Eine Erklärung geht laut Umbach zurück auf das Fasten. "Eier galten zur Fastenzeit als verbotene Speise." Das Kochen verhinderte, dass die in der Zeit nicht verzehrten Eier verdarben. Um an die Leiden Jesu Christi zu erinnern, färbten die Menschen die Eier traditionell rot. So entstand wohl der Brauch, an Ostern Eier zu färben.

Ostereier mit Naturfarben färben wie zu Omas Zeiten

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal