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Stiftung Warentest: Viele Schwimmhelfen unsicher

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Sicherheit "mangelhaft": Schwimmhilfen im Test

24.06.2011, 11:05 Uhr | rev, Stiftung Warentest, t-online.de

Stiftung Warentest: Viele Schwimmhelfen unsicher . Stiftung Warentest zeigt: Viele Schwimmhilfen haben erhebliche Sicherheitsmängel. (Foto: Stiftung Warentest)

Stiftung Warentest zeigt: Viele Schwimmhilfen haben erhebliche Sicherheitsmängel. (Foto: Stiftung Warentest)

Sommerzeit ist bekanntlich Badezeit - und gerade auf Kinder übt Wasser eine magische Anziehungskraft aus. Dass der Spaß im kühlen Nass aber auch mit Gefahren verbunden ist, ist besonders den kleinsten Wasserratten nicht immer klar und so finden sich Jahr für Jahr tragische Meldungen über ertrunkene Kinder in den Medien. Um die Gefahr einzudämmen und den Kids mehr Sicherheit im Wasser zu geben, kaufen die meisten Eltern ihren Kindern Schwimmhilfen. Wie viel die Produkte jedoch wirklich taugen, hat nun die Stiftung Warentest für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift "test" untersucht.

Das Ergebnis der Stiftung Warentest zeigt: Eltern sollten Schwimmhilfen nicht bedenkenlos kaufen. Viele der Produkte sind entweder nicht sicher, mit Schadstoffen belastet oder nicht richtig gekennzeichnet. Von den 20 Schwimmhilfen im Test war nur eine rundherum gut oder sehr gut, nämlich die Schwimmflügel von Bema für acht Euro.

Aufsichtsbehörde stoppt Verkauf von Badeboot

Der Schwimmsitz von Seruna (12,90 Euro) weist hingegen so erhebliche Sicherheitsmängel auf, dass er gar nicht in den Handel hätte gelangen dürfen. Das Badeboot kenterte im Test schon beim einfachen Sitzen. Solche spielzeugähnlichen Schwimmsitze sind in Europa verboten, weil damit Ende der 1990er Jahre Kinder verunglückt sind. Korrekterweise hat die Aufsichtsbehörde den Verkauf inzwischen auch gestoppt.

Aber auch die Schwimmsitze von Beco (15 Euro) und Bestway (8 Euro) sind nicht sicher. Fällt eine Luftkammer aus, kann das Kind mit dem Gesicht ins Wasser kippen. Zudem sind die Beinöffnungen zu groß - das verleitet zu große Kinder dazu, den Schwimmsitz zu benutzen. Sie könnten kentern.

Eltern sollten Kennzeichnung beachten

Eine Schwimmhilfe, die am Körper getragen wird, ist kein Spielzeug, sondern eine persönliche Schutzausrüstung gegen Ertrinken - und deshalb sollten Eltern zuallererst auf die Kennzeichnung EN 13138 achten. Nur solche Schwimmhilfen entsprechen den strengen europäischen Sicherheitsnormen. Vier der getesteten Produkte hielten diese Anforderungen nicht ein.

Viele Produkte sind schadstoffbelastet

Zudem ist mehr als ein Drittel der getesteten Produkte stark mit Schadstoffen belastet. Phthalat-Weichmacher oder PAK sind in Cherek’s Kraulquappen (20,70 Euro), der Schwimmlernhilfe von Starfish (13 Euro), die Schwimmgürtel von Beco (13,90 Euro) und Hudora (acht Euro) sowie das Badeboot von Seruna. Bestimmte Phthalate gelten als fortpflanzungsgefährdend, einzelne PAK als krebserzeugend, fruchtschädigend oder erbgutverändernd.

Hier finden Sie Tipps zum Kauf von Schwimmhilfen.

Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "test".

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