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Wachstumsschmerzen bei Kindern: Wo und wann Schmerzen auftreten

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Wachstumsschmerzen - tut das Wachsen wirklich weh?

01.02.2012, 12:54 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

Wachstumsschmerzen sollten ernst genommen werden.  (Quelle: t-online.de)

Wachstumsschmerzen sollten ernst genommen werden. (Quelle: t-online.de)

Wenn Kinder nachts schreiend aufwachen und über Gelenkschmerzen klagen, schrillen bei vielen Eltern die Alarmglocken. Sind das die "Wachstumsschmerzen", von denen sie schon so viel gehört haben? Oder hat sich ihr Kind im Schwimmkurs einfach übernommen? Oder steckt am Ende doch eine schlimme Krankheit dahinter? Das Wachsen selbst kann nicht schmerzen, beruhigen Mediziner, doch sollten Eltern unbedingt abklären lassen, was hinter den Gelenkschmerzen steckt, wenn sie länger anhalten. Wichtig ist, diese harmlosen, wenn auch störenden Schmerzen von gefährlichen Krankheiten des Skelettsystems zu unterscheiden. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Wo und wann treten Wachstumsschmerzen auf?

Etwa 30 Prozent aller Vorschul- und Schulkinder leiden laut Schätzungen an sogenannten Wachstumsschmerzen. Betroffen sind Kinder in den Wachstumsphasen - zwischen dem vierten bis sechsten und dem zehnten bis 16. Lebensjahr. Die Schmerzen treten oft zwei- bis dreimal im Jahr während einiger Wochen auf. Von Wachstumsschmerzen können Sie ausgehen, wenn Ihr Kind über Schmerzen in den Beinen zur abendlichen Bettgehzeit oder auch mitten in der Nacht klagt.

Die Schmerzen treten vor allem in den Muskeln und Gliedmaßen auf, meistens in den Beinen, aber auch in den Knien, Füßen, Armen, Waden und Schienbeinen. Besonders während der Ruhephase machen sich diese Schmerzen bemerkbar, deshalb treten diese Schmerzen auch am häufigsten abends und nachts auf. Ab und zu können auch akute Muskelkrämpfe vorkommen.

Diese Anzeichen sind typisch für Wachstumsschmerzen 

  • Die Schmerzen treten abends oder nachts auf, häufig nach ausgiebiger Bewegung am Tag.

  • Während der körperlichen Belastung selbst hat Ihr Kind keine Beschwerden.

  • Der Schmerz ist nicht exakt lokalisierbar, betrifft hauptsächlich die langen Röhrenknochen (Unter- oder Oberschenkel) oder seltener die Gelenke.

  • Der Schmerz wandert oder wechselt die Seiten.

  • Die Schmerzdauer schwankt zwischen wenigen Minuten und einer Stunde.

  • Am nächsten Morgen ist Ihr Kind beschwerdefrei.

Unerforscht aber harmlos

Die Ursache der Schmerzen ist bis heute unerforscht. Doch die Schmerzen sind zum Glück meistens harmlos. Als Auslöser wird eine Dehnung von Sehnen und Bändern vermutet, die nicht so schnell mitwachsen, wenn sich die Knochen während der nächtlichen Mini-Wachstumsschübe bis zu 0,2 Millimeter pro Tag ausdehnen. Der Begriff Wachstumsschmerzen ist daher eigentlich falsch gewählt, da das Wachsen an sich nicht weh tut. Was schmerzt, sind die Gelenke, Muskeln und Gliedmaßen.

Doch bei den Schmerzphänomen finden sich keinerlei Veränderungen an den Knochen, Gelenken oder in Labortests. Mediziner gehen mittlerweile davon aus, dass die Schmerzen nicht unbedingt vom Prozess des Wachsens hervorgerufen werden, sondern dass sie von einer Überlastung der noch nicht voll entwickelten Muskulatur verursacht werden beziehungsweise einer Kombination aus Wachsen und Überlastung. Deshalb sollte gerade bei sportlich sehr ehrgeizigen Kindern und Jugendlichen darauf geachtet werden, ob die Schmerzen in einer stark trainingsintensiven Zeit auftauchen.

Wann muss mein Kind zum Arzt?

Nehmen Sie Ihr Kind ernst! Meistens sind die Schmerzen real und rühren nicht daher, dass das Kind keine Lust hat zu laufen oder am nächsten Tag in die Schule zu gehen. Wichtig ist, diese harmlosen, wenn auch störenden Schmerzen von gefährlichen Krankheiten des Skelettsystems, wie beispielsweise Knochenentzündungen, rheumatischen Erkrankungen oder gar Knochenkrebs zu unterscheiden. Diese ernsten Erkrankungen im Skelettbereich müssen unverzüglich erkannt und behandelt werden. Deshalb sind Wachstumsschmerzen eine sogenannte "Ausschlussdiagnose".

Das heißt, dass zuerst andere, ernste Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen werden müssen. Sollten die Beschwerden nach zwei Wochen nicht verschwinden, sollten Sie deshalb unbedingt zum Arzt gehen. Auch, wenn der Schmerz nur an einer Stelle auftaucht und nicht "wandert" oder Ihr Kind dauerhaft ein Bein nicht belasten kann oder sichtbare oder schmerzhafte örtliche Veränderungen wie Schwellungen und Rötungen zu sehen sind, ist das natürlich ein Grund, unverzüglich den Arzt aufzusuchen.

Beobachten Sie Ihr Kind genau und gehen Sie gegebenenfalls sofort zum Arzt: 

  • Wenn Ihr Kind nicht auftreten kann. 

  • Wenn es einen Bluterguss hat, der nicht weggeht.

  • Wenn Ihr Kind über Schmerzen klagt, wenn sein Bein passiv bewegt wird.

  • Wenn ein Gelenk heiß und/oder geschwollen ist.

  • Wenn am Körper Rötungen oder Schwellungen auftauchen.

  • Wenn Ihr Kind dauerhaft über Schmerzen nur an einer bestimmten Stelle klagt.

  • Wenn Ihr Kind im Bein nichts mehr spürt (auch wenn Sie es beispielsweise piksen).

  • Wenn Ihr Kind Fieber hat und/oder über starke Kopfschmerzen klagt.

Wie kann ich meinem Kind bei Wachstumsschmerzen helfen?

Wenn sich die Schmerzen als harmlose Wachstumsschmerzen herausgestellt haben, können Sie die Schmerzen nur lindern. Geben Sie Ihrem Kind viel Zuwendung und beruhigen Sie es. Eine Wärmflasche auf der schmerzenden Stelle oder ein warmes Bad kann gegen die Schmerzen helfen. Reiben Sie die Gelenke mit einem Öl ein (beispielsweise Johanniskrautöl oder eine Sportsalbe) und lesen Sie Ihrem Kind vielleicht etwas vor, wenn es Ihre Nähe braucht.

Sind die Schmerzen sehr stark, können Sie auch ein Schmerzmittel wie Paracetamol verabreichen, natürlich dem Gewicht des Kindes entsprechend und mit dem Arzt abgesprochen. Kinderärzte, die eine homöopathische Ausbildung genossen haben, empfehlen Calcium Phosphoricum und Manganum, lassen Sie sich aber in der Apotheke oder von Ihrem Arzt beraten, wie häufig die Globuli gegeben werden sollten.

01.02.2012, 12:54 Uhr | Jenni Zwick, t-online.de

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