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Hormonspiegel beeinflusst technische oder soziale Interessen von Jungen und Mädchen

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Hormonspiegel beeinflusst Interessen von Jungen und Mädchen

15.07.2011, 15:21 Uhr | AFP

Hormonspiegel beeinflusst technische oder soziale Interessen von Jungen und Mädchen. Mädchen und Junge umarmen sich und lächeln.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Geschlechterstereotype von technisch ausgerichteten Jungen und sozial engagierten Mädchen. (Foto: imago)

Ob ein Mensch technisch interessiert oder eher sozial engagiert ist, ist ihm laut einer Studie meist schon mit in die Wiege gelegt. Psychologen der Universität Konstanz konnten einen Zusammenhang zwischen dem vorgeburtlichen Hormonspiegel und späteren beruflichen Interessen von Frauen und Männern nachweisen. Ein hoher Testosteronspiegel im Mutterleib ist demnach mit einem erhöhten Interesse an technischen Gegenständen und Fragestellungen verbunden. Umgekehrt zeigte sich ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Testosteronspiegel und einem erhöhten Interesse am Umgang mit anderen Menschen.

Studie bestätigt Geschlechterstereotype

Die Ergebnisse der Studie mit über 8600 Teilnehmern bestätigen nach Angaben der Forscher die Geschlechterstereotype von technisch ausgerichteten Männern und sozial engagierten Frauen. Es müsse davon ausgegangen werden, "dass wir keine Gleichverteilung der Geschlechter in Studiengängen oder Berufen erwarten können oder gar fordern sollten", erklärt Benedikt Hell, einer der beteiligten Wissenschaftler. Allerdings lasse die Studie keine Rückschlüsse auf den Einzelfall zu, sondern es handele sich "um Tendenzen" in einer großen Stichprobe.

Finger geben Rückschlüsse auf vorgeburtlichen Hormonspiegel

Da der pränatale Hormonspiegel nicht direkt gemessen werden kann, griffen die Wissenschaftler auf Studien zurück, die nachweisen konnten, dass das Längenverhältnis zwischen Zeigefinger und Ringfinger Rückschlüsse auf den vorgeburtlichen Testosteronspiegel erlaubt. Fingerlänge und pränataler Hormonspiegel werden von derselben Gensequenz gesteuert, so dass die Längenverhältnisse der Finger ein Indikator für die vorgeburtliche Ausprägung des Hormonspiegels sind. Das Verhältnis von Zeige- zu Ringfinger einer Hand gibt Rückschlüsse auf den Pegel von Geschlechtshormonen, dem der betreffende Mensch als Fötus im Leib seiner Mutter ausgesetzt war: je mehr Testosteron im Spiel war, desto länger wird der Ringfinger, je mehr Östrogen, desto länger dagegen der Zeigefinger.

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