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Spielzeug soll sicherer werden: Neue EU-Richtlinie tritt in Kraft

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Neue EU-Richtlinie für Spielzeug tritt in Kraft

19.07.2011, 16:21 Uhr | AFP

Spielzeug soll sicherer werden: Neue EU-Richtlinie tritt in Kraft. Trotz neuer EU-Richtlinien können Eltern nicht bedenkenlos Spielzeug für ihren Nachwuchs kaufen.  (Quelle: imago)

Trotz neuer EU-Richtlinien können Eltern nicht bedenkenlos Spielzeug für ihren Nachwuchs kaufen. (Quelle: imago)

In Deutschland ist am 20. Juli 2011 eine EU-Richtlinie in Kraft getreten, die Kinder besser vor gefährlichem Spielzeug schützen soll. Die Neuregelung ersetzt eine alte Spielzeugrichtlinie aus dem Jahr 1988. Erarbeitet wurde sie ab 2007, nachdem es zum millionenfachen Rückruf von in China produziertem Spielzeug gekommen war. Hier finden Sie die wichtigsten Änderungen.

Strenge Vorschriften für chemische Substanzen im Spielzeug

Mit der neuen Richtlinie gelten unter anderem nun strengere Vorschriften für chemische Substanzen, die Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen können. Sie dürfen sich nicht mehr in "zugänglichen Teilen" der Spielsachen befinden. Besonders giftige Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber sind verboten, die Grenzwerte für Nickel wurden gesenkt.

Für leicht zu verschluckende Kleinteile - etwa in Überraschungseiern - sind deutlich lesbare Warnhinweise Vorschrift. Das gleiche gilt für Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Duftstoffe mit "hohem allergenen Potenzial" sind ganz verboten. Für einige Chemikalien, darunter krebserregende Stoffe, gibt es aber noch eine Übergangsfrist von zwei Jahren. Damit greifen die Vorschriften für diese Stoffe erst bei Spielsachen, die ab dem 20. Juli 2013 auf den Markt kommen.

Die wichtigsten Regeln für den Spielzeugkauf

Es bleibt allerdings die Frage: Wie erkennen Eltern, ob ein Spielzeug die gesetzlichen Vorgaben auch erfüllt? Dafür sollten ihnen die wichtigsten Siegel bekannt sein. Das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit wird von unabhängigen Stellen wie zum Beispiel dem TÜV für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vergeben. Darüber hinaus gibt es aber auch private Prüfzeichen wie das TÜV Rheinland Proof-Siegel mit dem Teddybär als Erkennungszeichen. Diese Symbole garantieren die Kontrolle durch Dritte.

Laut Stiftung Warentest ist auf die Prüfzeichen allerdings nicht hundertprozentig Verlass - so enthielten zahlreiche gekennzeichnete Spielzeuge im Test trotzdem Schadstoffe. Eltern sollten deshalb beim Spielzeugkauf noch weitere Regeln beachten.

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