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Gemeinsames Essen wirkt auf Teenager positiv

09.09.2011, 10:20 Uhr | dpa

Gemeinsames Essen wirkt auf Teenager positiv. Gemeinsam essen, stärkt Kinder und Jugendliche. (Quelle: imago)

Gemeinsam essen, stärkt Kinder und Jugendliche. (Quelle: imago)

Gemeinsame Mahlzeiten können sich einer Studie zufolge auch noch bei Jugendlichen positiv auf das Ernährungsverhalten auswirken. Das fanden Forscher der US-amerikanischen Universität Illinois bei der Durchsicht der Daten von mehr als 180.000 Kindern heraus, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Übergewicht trat demnach bei Heranwachsenden, die zumindest dreimal pro Woche mit ihren Eltern gemeinsam aßen, um etwa zwölf Prozent seltener auf als bei solchen, die weniger Familienmahlzeiten miteinander verbrachten.

Jugendliche wollen den Kontakt zu ihren Eltern

"Auch wenn es oft nicht den Anschein hat: Viele Jugendliche wollen nach wie vor den Kontakt zu ihren Eltern", sagt Uwe Büsching, Sprecher des BVKJ-Ausschusses Jugendmedizin. "Trifft sich die Familie ein paar Mal in der Woche gemeinsam am Tisch, haben Teenager die Möglichkeit zu ungezwungenen Gesprächen mit ihren Eltern." Dabei sollten Erwachsene beim Essen nicht nur ihre Probleme zum Thema machen und die Unterhaltung völlig kontrollieren.

Mindestens drei Mal in der Woche zusammenkommen

Während der Jugendjahre nehmen gemeinsame Mahlzeiten immer mehr ab - meist aufgrund voller Terminpläne durch Schul- und Freizeitverpflichtungen und freiwillige Aktivitäten. "Trotzdem sollten sowohl Vater als auch Mutter versuchen, möglichst viele, aber mindestens drei bis fünf Termine in der Woche für ein Zusammentreffen zu organisieren", rät Büsching. "Ein Aspekt des gemeinsamen Essens ist beispielsweise die Möglichkeit, bei den Jugendlichen frühzeitig ein gestörtes Essverhalten zu erkennen, bevor sich eine Essstörung entwickelt."

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Gemeinsam essen beugt Esskrankheiten vor

Laut der Untersuchung zeigten Jugendliche, die mindestens fünfmal pro Woche gemeinsam mit ihrer Familie eine Mahlzeit zu sich nahmen, 35 Prozent weniger Essstörungen als Kinder, die alleine aßen. Die Wissenschaftler zählten zu Essstörungen Fressattacken beziehungsweise maßloses Hinunterschlingen von Essen, erzwungenes Erbrechen oder Einnahme von Pillen, um eine Gewichtsabnahme zu erreichen. Fasten, stark eingeschränktes Essen, das Auslassen von Mahlzeiten sowie Rauchen, um Kilos zu verlieren, gehören ebenso zu den ungesunden beziehungsweise krankhaften Essgewohnheiten.

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