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Interview: Diabetes-Experte befürwortet Einsatz von Begleithunden

04.11.2013, 11:55 Uhr | dapd

Diabetes-Experte befürwortet Einsatz von Begleithunden. Der Diabetikerhund "Lulu" wacht über seinen neunjährigen Schützling Arnold. (Quelle: dapd)

Der Diabetikerhund "Lulu" wacht über seinen neunjährigen Schützling Arnold. (Quelle: dapd)

Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Diabetes mellitus. Experten schätzen, dass sich die Zahl von aktuell zehn Millionen Diabetikern in 20 Jahren doppelt haben wird. Besorgniserregend ist nach Aussage des Direktors der Klinik für Diabetes und Stoffwechselerkrankungen am Klinikum Karlsburg, Wolfgang Kerner, vor allem, dass immer mehr Kinder und Jugendliche unter dem genetisch bedingten Typ-I-Diabetes leiden.

Sie haben sich in Karlsburg auf junge Patienten spezialisiert. Woran liegt es, dass die Krankheit so rasant fortschreitet?

Kerner: Fettes Essen, zu viele Süßigkeiten und dann auch noch wenig Bewegung, das kann zum Typ-II-Diabetes führen. Beim Typ-I-Diabetes handelt es sich um eine genetische Veranlagung. Es kann zur Auslösung der Krankheit kommen, muss aber nicht. Wir suchen noch immer nach dem auslösenden Faktor.

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Bekannt sind aber die Anzeichen für die Krankheit: Extremer Durst, Muskelleiden, anhaltende Müdigkeit, auch Gewichtsabnahme. Das zu wissen, ist gerade bei kleinen Kinder wichtig. Können Diabetiker-Warnhunde da hilfreich sein?

Kerner: Ich denke schon. Wenngleich ich mir nicht sicher bin, ob das im frühesten Kindesalter schon rundum funktioniert. Bei älteren Patienten gibt es detaillierte Aufzeichnungen darüber, bei Zwei- oder Dreijährigen fehlen die nahezu gänzlich. Fest steht, je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser, umso zielgerichteter können wir therapieren. Wenn denn dem Patienten zudem ein Hund dabei hilft, rechtzeitig eine Unterzuckerung zu erkennen und darauf selbst zu reagieren - bitteschön. Ich werde das jederzeit unterstützen.

In Deutschland werden Diabetiker-Begleithunde von den Krankenkassen nicht finanziert wird, im Gegensatz zu Blindenbegleithunden. Eine Schweriner Familie hat jetzt Klage dagegen eingereicht. Wird sie Erfolg haben?

Kerner: Ganz ehrlich gesagt: eher kaum. Die Pharmaindustrie investiert Millionen in die Entwicklung neuer Medikamente, um sich das Geld über den Verkauf zurückholen zu können. Und wie sieht das bei einem Hund aus: Rein wirtschaftlich gesehen wird nur investiert, Geld zurück fließt da nicht. Ich betone, rein ökonomisch gesehen. Aus meiner Sicht unterstütze ich die Anschaffung eines Diabetiker-Warnhundes hingegen jederzeit.

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