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Erkältungen bei Kindern: Vorsicht mit rezeptfreien Medikamenten

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Nicht immer harmlos  

Vorsicht mit rezeptfreien Medikamenten bei Erkältungen

31.08.2016, 14:51 Uhr | dpa

Erkältungen bei Kindern: Vorsicht mit rezeptfreien Medikamenten. Viele rezeptfreie Erkältungsmittel sind für Kinder nicht empfehlenswert. (Quelle: Archiv)

Viele rezeptfreie Erkältungsmittel sind für Kinder nicht empfehlenswert. (Quelle: Archiv)

Eltern sollten ihren Kindern nicht beliebig rezeptfreie Medikamente und pflanzliche Mittel bei einer Erkältung geben. Denn diese können schwere Nebenwirkungen haben oder zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen.

Gerade freiverkäufliche Erkältungsmittel, die auch für Erwachsene angeboten werden, enthielten gewöhnlich eine Kombination von verschiedenen Wirkstoffen, erläutert Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

Vitamin-Präparate für Kinder nicht zu empfehlen

"Da der kindliche Stoffwechsel nicht mit dem eines Erwachsenen vergleichbar ist, kann es bei solchen rezeptfreien Mitteln leicht zur Überdosierung kommen", erklärt Fegeler. Besonders riskant sei es, mehrere Präparate miteinander zu kombinieren. In den verabreichten Medikamenten sollte zudem kein Koffein sein. Auch Echinacea, Vitamin C oder Zink gehören zu den Stoffen, die für Kinder nicht zu empfehlen seien und deren Nutzen umstritten sei.

Manche Produkte sind für Kinder sogar gefährlich

Kanadische Kinder- und Jugendärzte haben verschiedene Studien daraufhin verglichen, welche rezeptfreien Erkältungsmittel für Kinder hilfreich seien. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass nur für wenige Mittel ein Wirksamkeitsnachweis möglich sei und viele Produkte unter Umständen sogar gefährlich sein können.

Tipps bei Erkältung

Gut für die Kinder seien hingegen die gewohnten Tipps: Viel trinken bei Husten und Erkältung. Dies erleichtert den Angaben zufolge das Lösen des Schleims in den Atemwegen und hält die Schleimhäute feucht. Auch ein Luftbefeuchter könne helfen. Gut sei auch Honig: 2,5 Milliliter, etwa ein halber Teelöffel, mit einem heißen Getränk vor dem Schlafengehen verabreicht, könne die Hustenanfälle verringern und den Schlaf verbessern. "Kinder unter einem Jahr dürfen allerdings keinen Honig bekommen, da gelegentlich darin Bakterien enthalten sein können, die für Kinder dieser Altersgruppe lebensbedrohlich sein können", warnt Fegeler.

Keine ätherischen Öle zum Inhalieren für Babys

"Säuglinge und Kleinkinder sollten ebenso keine Präparate mit ätherischen Ölen zum Einreiben oder Inhalieren bekommen, denn diese können sogar zu einer Verschlechterung der Atembeschwerden und zu Erstickungsanfällen führen." Am besten sei es, die Behandlung mit einem Arzt abzusprechen.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender
Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Kinderkrankheitenlexikon liefern Anhaltspunkte, können aber keinesfalls die Diagnose eines Kinderarztes ersetzen. Sicherheitshalber sollten Eltern auffällige Symptome bei ihrem Kind vom Arzt abklären lassen.

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