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Kinder haben heute andere Krankheiten

06.11.2012, 18:37 Uhr

Die klassischen Kinderkrankheiten sind seit Jahren auf dem Rückzug. Kinderärzte sind heute mit ganz anderen Krankheiten konfrontiert. Beispiele

Die Vorsorgeuntersuchungen sollten dementsprechend angepasst werden

U1 bis U9 gelbes Heft mit den wichtigsten Daten = Vorsorge in DL seit 1971 (Ziel: Kinder von der Geburt bis zum 5. Lebensjahr durch den Kia begleitete werden)

Gesundheit 
"Hab Bauchweh im Kopf!"

Grafik: So können Kinder Schmer- zen besser beschreiben. Eltern finden Ursachen und... mehr

in den letzten Jahren hat sich viel geändert:

- weniger Kinderkrankheiten (durch Impfungen) => Masern, Röteln, Windpocken

gibt es heute nicht mehr

Kinderärzte wollen die U-Untersuchungen deshalb erneuern

verstärkt haben sich die Verhaltensstörungen, Lese- Rechteschreibschwächen, Schulprobleme, Mobbing

Beratung in der Pubertät: Früherkennung von Störungen, Beratung allgemein (Partnerschaft, Sexualität)

Dr. Hermann-Josef Kahl, Kinderarzt aus Köln

U10, U11 sowie J1, J2 wurden neu eingeführt

Präventionssauschuss der Kinderärzte hat neue Standards entwickelt => grünes Heft

neue Fragen: Ist die Mutter jünger als 18 / wie ist die Wohnsituation / gibt es besondere psychische oder soziale Belastungen in der Familie /Integrationsprobleme / wirtschaftliche Sorgen (U1

fühlt sich die Mutter überfordert?

Wie ist das Vorsorgeverhalten?

Ziel: Herausfinden, ob die Familie des neugeborenen Babys Unterstützung braucht => Hilfe leisten, bevor das Kind Probleme entwickelt

neue Fragekomplexe sind wichtig geworden

- Sprachstörungen haben extrem zugenommen

Viele Punkte müssen von Anfang an besprochen werden (Sprache - vorlesen, singen, reimen) oder Ernährung (gesunde und natürliche Speisen selbst zubereiten) Störungen im Sozialverhalten früh erkennen, Schulproblemen vorbeugen

Medien- und Konsumverhalten

Eltern und Kinder von Anfang an beraten

U3

Schreit das Kind immer noch ohne erkennbaren Grund

Lässt sich das Kind auf dem Arm nicht beruhigen

Traut sich die Mutter mit dem Baby aus dem Haus

Problem: viele Eltern misstrauen amtlich wirkenden Fragen, antworten falsch oder gar nicht

Neue Aufgaben für Kinderärzte

ADHS statt Mumps und Masern

Früher haben Kinderärzte sich mit Masern und Mumps beschäftigt. Heute geht es in ihren Praxen immer häufiger um Übergewicht, Verhaltensauffälligkeiten oder Schlafstörungen.

Es hat sich viel verändert. Also müssen sich auch die Früherkennungsunter- suchungen ändern, deren Ergebnisse in einem kleinen gelben Heft notiert werden, das wohl alle Eltern kennen. Das jedenfalls fordern einige Experten.

Aus dem gelben Heft möchten sie ein grünes machen, das neue Fragen enthalten soll - etwa ob das Kind viel weint, oder ob sich die Mutter überlastet fühlt.

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