25.03.2013, 15:37 Uhr | dapd
Eltern sollten der Gesundheit ihrer Kinder zuliebe nur kleine Schokohäschen kaufen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ostern ohne Schokoladenhasen und Nougat-Eier ist undenkbar. Schoko-Osterhasen haben in den vergangenen Jahren sogar Schoko-Weihnachtsmänner an Beliebtheit übertroffen. Die österliche Nasch-Orgie sollte sich aber der Gesundheit zuliebe gerade bei Kindern in Grenzen halten, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). "Osternester mit weniger Süßigkeiten müssen die Freude am Fest nicht zwangsläufig schmälern", sagt DGE-Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer.
An sich seien Süßigkeiten in Maßen und zu besonderen Anlässen "nicht so dramatisch". Da Kinder aber bereits im Alltag durch ein übergroßes Angebot an gesüßten Nahrungsmitteln viel Zucker zu sich nähmen, empfehle sie, beim Bestücken der Osternester maßvoll vorzugehen.
Bei der Auswahl von Schoko-Osterhasen sei es ratsam, nicht unbedingt nach den größten Modellen zu greifen. Kleine Schoko-Häschen bereiteten den Jüngsten ebenso Freude und Naschvergnügen. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) empfiehlt, nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr in Form von Süßigkeiten und Snacks aufzunehmen. Bei Ein- bis Dreijährigen sei danach die tolerierbare Tagesmenge an zugesetztem Zucker mit einem kleinen 15-Gramm-Vollmilchhäschen nahezu gedeckt. Zehn- bis 13-Jährige haben mit 40 Gramm Schokolade, das entspricht knapp einer halben Tafel, bereits die erlaubte Tagesmenge an Zucker erreicht. Fruchtjoghurts und gesüßte Getränke, die bei vielen noch hinzukommen, sprengen dann die Toleranzgrenze endgültig.
Dieser Tabelle können Eltern die empfohlene Tagesmenge an Kalorien entnehmen:
Alter der Kinder | Mädchen & Jungen | Mädchen | Jungen | ||
2 - 3 | 1100 | ||||
4 - 6 | 1400 | ||||
7 - 9 | 1800 | ||||
10 - 12 | 2100 | ||||
13 - 14 | 2200 | 2700 | |||
15 - 18 | 2500 | 3100 |
Wer zu Ostern auf einen großen Schokohasen trotzdem nicht verzichten möchte, könne ihn mit der ganzen Familie verzehren. So kämen die Kleinen gar nicht erst in Versuchung, Unmengen an Schokolade in sich hineinzustopfen und im schlimmsten Fall zu erbrechen. "Eltern sollten auch darauf achten, dass Kinder angesichts des Überangebots an Schokolade nicht ständig zwischendurch naschen, sondern nur einmal täglich, am besten nach einer Mahlzeit", rät Restemeyer. "Dann sind Kinder bereits gesättigt und stillen mit der Schokolade kein Hungergefühl."
Wirklich vollwertige Alternativen gibt es nach Ansicht von Ernährungsexperten fürs Osternest kaum. Während auf Weihnachtstellern neben Süßigkeiten auch Mandarinen, Nüsse und Trockenobst gehören, möchte das kein Kind in seinem Osternest sehen, sagt der Jenaer Diätexperte und Medizinjournalist Sven-David Müller.
Auch Gummibärchen, Traubenzucker oder Zuckereier seien kein guter Ersatz für die fettere Schokolade. Im Gegenteil: "Der hohe Zuckergehalt begünstigt Karies und Traubenzuckerlutscher treiben außerdem noch den Blutzucker rasant in die Höhe", gibt Müller zu bedenken. "Anders als Schokolade haben diese Süßigkeiten keinerlei sinnvolle Inhaltsstoffe."
Auch die DGE-Expertin hält fettarme, zuckerhaltige Leckereien als Schokoladenersatz für ungeeignet. "Süßigkeiten, auch wenn sie mit Agavendicksaft gesüßt und Vitamine zugesetzt sind, bleiben Süßigkeiten. Die sollen dem Verbraucher nur suggerieren, dass er hier angeblich etwas Gesundes kauft", betont die Ernährungsexpertin.
Möchten Eltern den Schokoladen- und Zuckerkonsum zu Ostern tatsächlich eingrenzen, rät Restemeyer zu kleinen Geschenken, die im Idealfall auch noch Bewegung fördern. "Ostern muss deswegen nicht gleich in ein Geschenkefest à la Weihnachten ausarten." Kleinigkeiten wie Springseil, Flummi, Hula-Hoop-Reifen, Straßenmalkreide oder Bastelsachen erfreuten die Herzen vieler Kinder. Selbst gefärbte frische Eier oder ein aus Hefeteig gebackenes Lamm können ebenso ins Osterkörbchen.
Eine andere Möglichkeit ist, Geschenkgutscheine ins Nest zu legen. Als Verpackung bieten sich zu Ostern zum Beispiel hübsch dekorierte aufklappbare Plastikeier an, die im Innern von Überraschungseiern stecken. Die Zettelchen können auch eine Wunscherfüllung beinhalten, zum Beispiel einen Ausflug in Zoo, Schwimmbad oder Kino. Größere Kinder freuen sich meist über Geld in den Plastikeiern. Für Jüngere eignen sich zum Beispiel Sticker, Tattoos oder kleine Figuren. Die gelben Eier können mit Acrylfarben bemalt oder buntem Papier beklebt werden. Anders als Nougat-Eier beinhalten die eine echte Überraschung.
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25.03.2013, 15:37 Uhr | dapd
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