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Foodwatch vergibt "Goldenen Windbeutel" für dreiste Werbemaschen

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Kinderlebensmittel  

Foodwatch nominiert Kinderlebensmittel für "Goldenen Windbeutel 2013"

18.04.2013, 13:42 Uhr | t-online.de, AFP

Foodwatch vergibt "Goldenen Windbeutel" für dreiste Werbemaschen. Die fünf Kandidaten für den "Goldenen Windbeutel". (Quelle: Foodwatch)

Die fünf Kandidaten für den "Goldenen Windbeutel". (Quelle: Foodwatch)

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sucht die "dreisteste Werbemasche" des Jahres für ein Kinderlebensmittel: Verbraucher können abstimmen, welches Unternehmen dafür den "Goldenen Windbeutel" bekommt. Wir zeigen ihnen die Nominierten, ihre Werbelügen, sowie die Reaktionen der Hersteller.

Dreisteste Werbemasche: Verbraucher stimmen ab

Die Grundidee hinter der Aktion: Kinder und Jugendliche werden bewusst von den Herstellern hinters Licht geführt: "Kinder sind die Zielscheibe der perfidesten Werbestrategien von Lebensmittelherstellern", erklärte Foodwatch-Experte Oliver Huizinga. Die Unternehmen versuchten mit allen Mitteln, "den Einfluss der Eltern zu umgehen und Kinder für jene Produkte anzufixen, die die höchsten Gewinnmargen versprechen - und das sind nun einmal Süßigkeiten und Snacks". Der gesundheitliche Nachteil der daraus entsteht, ist erst einmal zweitrangig und will bewusst verschleiert werden. Foodwatch lädt die Verbraucher nun dazu ein, mitzubestimmen welche Werbelüge als besonders dreist gilt:

Verbraucher können unter www.goldener-windbeutel.de bis Mitte Mai abstimmen, welches von fünf Produkten den Preis für die dreisteste Werbemasche des Jahres verdient.

Capri-Sonne und der "Sport-Schwindel"

Foodwatch nominierte unter anderem "Capri Sonne" von Wild/SiSi-Werke für "Schul-Marketing und Sport-Schwindel". Für die "Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur mit ein bisschen Fruchtsaft" setze der Hersteller auf die Nähe zum Sport. Das Unternehmen erklärte dazu, die Produkte unter der Marke "Capri Sonne" seien "klassische Fruchtsaftgetränke". Der Zuckergehalt entspreche dem dafür üblichen Wert von zehn Prozent und sei korrekt deklariert.

Ehrmann macht aus Süßwaren Spielzeug

Dem Unternehmen Ehrmann warf die Verbraucherschutzorganisation vor, mit dem Joghurt "Monster Backe Knister" Süßwaren zum Spielzeug umzudeuten. Der Hersteller setze alles daran, "überzuckerte Produkte als Spielzeug zu vermarkten". Ehrmann wies die Vorwürfe zurück. "Wer sich ausgewogen ernährt, kann sich auch mal mit etwas Besonderem belohnen", erklärte das Unternehmen. Das gelte auch für verantwortungsbewusste Eltern.

"Digitaler Kinderfang" mit Pudding

Der Pudding "Paula" von Dr. Oetker steht nach Ansicht von Foodwatch für "digitalen Kinderfang". Für den "Kuhflecken"-Pudding mit 13 Prozent Zucker schlage der Hersteller eine "wahre Materialschlacht" von Klingeltönen bis zu Internet-Spielen. Dr. Oetker erklärte, "Paula" sei eindeutig als Pudding deklariert und werde als solcher beworben.

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Auf der Nominierungsliste steht zudem der Snack "Pom-Bär" von Funnyfrisch. Es handele sich um ein "Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen", erklärte Foodwatch. Der Hersteller schließe in einer Selbstbeschränkung grundsätzlich die Werbung an Kinder unter zwölf Jahren aus - außer, wenn die Produkte besondere Nährwert-Eigenschaften erfüllten. "Diese Hürde überspringt nach funnyfrischs kreativer Definition aber selbst der fettig-salzige Pom-Bär-Snack", kritisierte die Organisation. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht.

Nestlé rechnet die Zuckerportion klein

Die Frühstücksflocken "Kosmostars" von Nestlé nominierte Foodwatch für "Zucker-Kleinrechen-Tricks". Der Konzern werbe mit "weniger als neun Gramm Zucker pro Portion", rechne die Portion aber auf 30 Gramm klein. Tatsächlich steckten 25 Prozent Zucker in der "Kosmostars". Auch Nestlé gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Der fünfte Goldene Windbeutel

Foodwatch vergibt den Goldenen Windbeutel dieses Jahr zum fünften Mal, in den vergangenen Jahren immer als Negativpreis für die Werbelüge des Jahres. 2012 entfiel eine Mehrheit der fast 130.000 abgegebenen Stimmen auf Hipp. Die vorherigen Preisträger waren Ferrero (2011), Zott (2010) und Danone (2009).

Mit der Kür der dreistesten Werbemasche bei Kinderprodukten in diesem Jahr möchte Foodwatch das Thema Kinderlebensmittel in den Fokus rücken. Während auf der einen Seite Fehlentwicklungen bei der Kinderernährung, insbesondere grassierendes Übergewicht, beklagt werden, wird die Lebensmittelindustrie nicht zur Verantwortung gezogen. In einem Marktcheck mit mehr als 1500 Kinderprodukten hatte Foodwatch 2012 nachgewiesen, dass drei Viertel der gezielt an Kinder vermarkteten Industrieprodukte süße und fettige Snacks sind.

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