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AOK-Familienstudie 2014: Zeitstress belastet Familien am meisten

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Gesundheitsstudie  

Zeitstress belastet Familien in Deutschland am meisten

07.03.2014, 13:37 Uhr | t-online.de, AFP, dpa

AOK-Familienstudie 2014: Zeitstress belastet Familien am meisten. Zeitdruck: Kaum ein anderes Problem belastet Familien in Deutschland so sehr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zeitdruck: Kaum ein anderes Problem belastet Familien in Deutschland so sehr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hektik und Zeitmangel machen vielen Eltern in Deutschland das Leben schwer. Fast die Hälfte der Eltern fühlt sich gehetzt, für sie ist dies die größte Alltagslast, wie aus der aktuellen AOK-Familienstudie 2014 hervorgeht. Wie es Familien psychisch, körperlich und finanziell geht - das wollten die Forscher erfahren. Hier finden Sie die Rezepte für ein gesundes Familienleben.

Während es Eltern finanziell, körperlich, psychisch und auch in der Partnerschaft besser geht als vor vier Jahren, als die Vorgängerstudie entstand, klagen heute immer mehr über Alltagshektik und Zeitnot.

Stress hat direkte Auswirkungen: 24 Prozent der Eltern, die sich zeitlich stark belastet fühlen, haben Kinder mit gesundheitlichen Beschwerden; bei Eltern ohne zeitliche Belastung sind es nur 16 Prozent. Jeder dritte Befragte klagt darüber, nicht genug Zeit mit der gesamten Familie zu haben. Jeder zweite meint, nicht genug kinderfreie Zeit mit dem Partner zu haben.

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Gestiegene Herausforderungen an Eltern

46 Prozent gaben in der Umfrage an, unter starkem oder sehr starkem Zeitstress zu stehen, 2010 waren dies erst 41 Prozent. Als einen Grund für den ansteigenden Stresspegel vermuten die Experten den zunehmenden Anteil von Familien, in denen beide Partner arbeiten gehen. Die Wochenarbeitszeit habe hingegen in den vergangenen Jahren kaum zugenommen.

Das sind die Herausforderungen für Eltern, die aus der Studie resultieren:

  • Oft sind beide Eltern berufstätig: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine tägliche Herausforderung.
  • Alleinerziehende Eltern haben einen enormen Organisationsaufwand zu bewältigen, um Kinder, Arbeit und eigene Ansprüche in eine Balance zu bringen.
  • Der Zusammenhang zwischen Bildungsstand der Eltern und der Gesundheit der Familienmitglieder wird deutlich. Die Politik ist hier gefragt.

Für das komplexe Themenfeld Familiengesundheit setzt man auch auf prominente Themenbotschafter wie Philipp Lahm, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Bewegung, Ernährung und Persönlichkeitsentwicklung vermitteln.

Eigentlich geht es uns sehr gut

Insgesamt geht es Eltern und Kindern in Deutschland aber überwiegend gut: Neun von zehn Eltern führen ein zufriedenes Familienleben. Zwei Drittel aller Väter und Mütter geht es gesundheitlich gut oder sogar sehr gut. Bei den Kindern liegt dieser Wert nach Angaben ihrer Eltern bei 80 Prozent.

Insgesamt leidet etwa ein Fünftel aller Kinder nach Aussage der Eltern regelmäßig über Beschwerden wie zum Beispiel Einschlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Bauchschmerzen oder Gereiztheit.

Faktor Zeit durchkreuzt Familienbalance

Glückliche Familienmomente machen zufrieden. Kinder, die sich ausgelassen mit ihren Eltern bewegen, sind weniger krank und übergewichtig als die, die sich wenig bewegen. Klärende Gespräche mit den Eltern helfen Kindern mit seelischen Problemen fertig zu werden und besser zu schlafen. Diese Zusammenhänge sind zwar klar, doch für manche Eltern geht die einfache Rechnung nicht auf, da der Faktor Zeit fehlt oder extrem knapp ist.

Eltern fühlen sich gehetzt

Bedeutet dies "Jammern auf hohem Niveau"? Nein, betont Jürgen Graalmann, der Vorstandsvorsitzende des AOK Bundesverbandes: "Die AOK-Familienstudie zeigt natürlich auch, wem etwas fehlt und was vermisst wird. So bewerten Alleinerziehende ihren Gesundheitszustand deutlich schlechter als Eltern in Paarfamilien. Sie sind weniger zufrieden und leiden stärker unter dem hohen Organisationsaufwand, den ihr Familienalltag mit sich bringt. Und noch etwas wird deutlich: Viele Eltern in Deutschland fühlen sich gehetzt."

Die Schlüsselergebnisse sind positiv, doch verhehlt die AOK-Studie nicht, dass der zunehmende Zeitdruck sich stark auf die Psyche des Einzelnen und das Familienleben auswirkt. Da Eltern das Familienumfeld schaffen, in dem sich Kinder gesund oder weniger gesund entwickeln, sind es auch die Eltern, an die die AOK ihre Ergebnisse und Handlungsempfehlungen adressiert. Doch was einfach klingt, ist nicht immer leicht umzusetzen. Es sind Aufforderungen wie "Achten Sie auf sich", "Verbringen Sie mehr Zeit mit Ihrer Familie", "Suchen Sie sich Unterstützung".

Für die Studie befragte das Sinus-Institut im Auftrag der AOK im vergangenen Oktober und November insgesamt 1503 Eltern mit Kindern zwischen vier und 14 Jahren. Die Umfrage ist die dritte seit 2007 und 2010.


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