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Kommt die Impfpflicht?  

Kinderärzte fordern Nationalen Impfplan

13.06.2014, 11:47 Uhr | dpa, t-online.de

Kinderärzte fordern Nationalen Impfplan. Kommt der Impfzwang? Laut Kinderärzten lassen sich nur so die Masern ausrotten. (Quelle: dpa)

Kommt der Impfzwang? Laut Kinderärzten lassen sich nur so die Masern ausrotten. (Quelle: dpa)

Deutsche Kinderärzte fordern einen Nationalen Impfplan. "Nur mit zusätzlichen Maßnahmen können wir das Ziel erreichen, bis 2015 die Masern bei uns auszurotten", sagt Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

"Alle Appelle an Freiwilligkeit in den letzten zwei Jahrzehnten haben nicht ausgereicht", fügt er bei der Pressekonferenz im Rahmen des Kinder- und Jugendärztetags 2014 hinzu.

Bald Impfbescheinigung vor Kita-Aufnahme nötig?

Die Bundesregierung habe sich der Weltgesundheitsorganisation gegenüber dazu verpflichtet. Vor allem sehr kleine Kinder seien ansteckungsgefährdet, weil mit einer Durchimpfungsrate von derzeit 80 Prozent die "Herdenimmunität" nicht gegeben sei. Dafür seien 95 Prozent erforderlich.

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"Vor der Aufnahme in eine Kindertagesstätte sollte deshalb eine Impfbescheinigung vorliegen", wünscht sich Hartmann.

Aktuell gibt es noch keinen Impfzwang in Deutschland. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt Eltern jedoch eine Reihe von Impfungen: Hier finden Sie die Empfehlungen in der Übersicht.

Förderbedarf darf nicht "medikalisiert" werden

Gleichzeitig heben die Kinderärzte die Bedeutung von Kitas hervor: "Ein Fünftel der Kinder im Vorschulalter hat inzwischen dringenden pädagogischen Förderbedarf, oft weil bei ihnen zu Hause Entwicklungsanregungen fehlen", erklärt Hartmann.

Dies dürfe man nicht durch Sprach- oder Ergotherapien "medikalisieren". "Das muss aus dem medizinischen Bereich ausgelagert werden, hin zu pädagogischen Angeboten in gut ausgestatteten Kitas."

Antibiotika in Lebensmitteln gefährden besonders Kinder

Mögliche Probleme sehen die Kinderärzte auch durch den intensiven Antibiotikaeinsatz in der Tiermast auf den Nachwuchs zukommen. Die Medikamente könnten mittelbar die Darmflora der Kinder verändern.

"Die frühe Prägung des Immunsystems durch die individuelle Zusammensetzung der Darmflora wird als ein wichtiger Faktor für die zunehmende Entwicklung von Allergien oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen besonders bei jungen Kindern gesehen", führt Klaus Keller, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, aus. "Die Kinderärzte sind bei der Vergabe von Antibiotika in den vergangenen Jahren deshalb sehr viel zurückhaltender geworden", ergänzt Hartmann.

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